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David Zingerle spult in Antholz Trainingskilometer ab. © lm

Die jungen Wilden kommen in Antholz ins Rollen

Das A-Team in Martell, die Junioren in Antholz: Südtirol ist derzeit Schauplatz der ersten Trainingseinheiten der Biathlonmannschaften Italiens. Wie bei den „Großen“ meinte es auch bei den Junioren das Wetter nicht gut mit Athleten und Betreuer. SportNews war vor Ort und hat sich umgesehen.


Von Luis Mahlknecht


Nichtsdestotrotz sind die 16 Nachwuchs-Skijäger voll motiviert. Vier Antholzer, drei Biathleten aus dem Piemont, vier aus dem Aostatal, drei aus dem Friaul und je ein Lombarde und ein Trientner bilden das Juniorenteam, bei dem Mirco Romanin als Verantwortlicher die Fäden zieht. „Doch ich sehe mich nicht als Chef, es läuft alles in Absprache mit meinem starken Team ab“, sagt der bescheidene Mann aus Forni Avoltri. Neben den bewährten Fabio Cianciana, Edoardo Mezzaro, Daniele Piller und Samantha Plafoni sind unlängst auch Aline Noro und Pietro Dutto neu in den Betreuerstab gestoßen.

Der rote Faden mit Blick auf Olympia 2026 zieht sich durch die Nationalteams durch, und so wurden auch junge Kräfte aus den Geburtsjahren 2003 und 2004 einbezogen, so Marco Barale und Nicoló Betemps bei den Burschen und die Geschwister Scattolo (Sara und Ilaria) bei den Mädchen.

Vier Antholzer sind mit dabei
Aus Südtirol sind in Antholz genau vier Antholzer dabei: David Zingerle kann bei diesem ersten Mannschafts-Trainingslager ebenso zu Hause übernachten wie die Medaillengewinnerinnen der letzten Junioren-WM, nämlich Hannah Auchentaller, Rebecca Passler und Linda Zingerle, Davids Schwester. Letztere hatte ja im letzten Winter in Lenzerheide für Furore gesorgt (sie wurde Sprint-Weltmeisterin in der U19-Kategorie), sieht sich dennoch nicht als „Gejagte“: „Ich bin eine von 16 Athleten“, gibt sie tiefstapelnd zu, wird sich aber wie immer voll engagieren.

Rebecca Passler, David und Linda Zingerle sowie Hannah Auchentaller (v.l.) sind die 4 Südtiroler im Team. © lm


Das erkennt man auch beim Training. In Oberrasen geht es mit den Skirollern los, im schönen, gleichmäßigen Diagonalschritt strebt das Team taleinwärts. Hinter Bad Salomonsbrunn (die Antholzer würden „hinton Boddegotto“ sagen) beginnt der erste steilere Anstieg, dann geht es nach dem flacheren Abschnitt bei Mittertal noch einmal kräftig ansteigend bis zur Südtirol Arena, wo die Juniorinnen und Junioren noch eine Runde auf der Rollerstrecke durchlaufen. Der Regen nimmt zu, doch in allen 16 Sportlern sieht man die Entschlossenheit, es gut zu machen. Jetzt im Sommer wird man so arbeiten müssen – auch immer mit Distanz, mit vielen Sicherheitsvorkehrungen – und dazu wird man wohl vornehmlich in Südtirol agieren, zumal außerhalb unseres Landes derzeit nur das Biathlonstadion von Forni Avoltri (wegen Umbaus derzeit nur mit zehn Schießbahnen) verfügbar ist.

„Wir sehen von Mal zu Mal“, verkünden die Trainer. Und freuen sich, wenn es dann richtig losgeht. Das Ziel in diesem Winter ist die Junioren-Weltmeisterschaft, die relativ spät (Ende Februar/Anfang März) aber sehr nahe (in Obertilliach, Osttirol) stattfinden wird. Die Basis wird derzeit gelegt.

Autor: lm

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