e Biathlon

Dmytro Pidruchnyi war selbst im Krieg.

Die Kriegssorgen eines ukrainischen Biathlon-Asses

Den ukrainischen Biathleten Dmytro Pidrutschnji lassen die Gedanken an den Krieg in seiner Heimat nicht los.

„Das ganze Team und ich, wir denken ständig an unsere Freunde und Familie in der Ukraine. Wir machen uns große Sorgen, weil der Krieg einfach weitergeht“, sagte der 30-Jährige am Samstag in der ARD: „Viele Kameraden habe ich seit langem nicht mehr gesprochen. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bete, dass ich sie wiedersehen kann.“


Pidrutschnji hatte seit Beginn des russischen Angriffskrieges selbst fast 3 Monate an der Front verbracht, wurde mittlerweile aber vom Militärdienst befreit. Derzeit nimmt er mit seinem Nationalteam an der Sommer-WM der Skijäger im bayerischen Ruhpolding teil und läuft nach monatelanger Zwangspause wieder um Siege. „Die Menschen sollen sehen, dass wir kämpfen können, dass wir nicht umgefallen sind, dass wir viel mentale Kraft haben“, sagte Pidrutschnji und ergänzte: „Wenn die ukrainische Flagge oben weht, ist das das Beste für uns.“

Skijäger im Kriegsdienst
Zum Ende des vergangenen Winters traten die ukrainischen Skijäger nicht mehr im Weltcup an, weil sie allesamt Kriegsdienst leisten mussten. Ab Ende November soll die Mannschaft in der WM-Saison aber wieder möglichst komplett vertreten sein. Pidrutschnji ist als ehemaliger Weltmeister in der Verfolgung der Kopf des Teams, er hatte zu Beginn des Krieges für viel Aufmerksamkeit gesorgt, weil er von seinen Eindrücken von der Front emotional in den sozialen Medien berichtete.


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