e Biathlon

Marte Olsbu Røiseland erlebte bange Minuten. © ANSA / VASSIL DONEV

Die kuriose Geschichte hinter dem Mixed-Gold

Wenn die norwegischen Biathlon-Asse bei den Olympischen Spielen in Peking in der Mixed-Staffel die Goldmedaille gewonnen haben, dann war das der Verdienst einer Frau: Nicht etwa von Tiril Eckhoff oder Marte Olsbu Røiseland, sondern einer slowenischen Physiotherapeutin.

Als Røiseland zum ersten Liegendanschlag kam, wunderten sich viele: Die Gesamtweltcup-Führende schien, als ob sie etwas an ihr Gewehr schrauben würde. Eine Szene, die es so wohl noch nie im Weltcup zu sehen gab. Die 31-Jährige ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, übergab als Erste an Eckhoff und holte mit Norwegen bekanntlich Gold.


Wie dramatisch die Situation tatsächlich gewesen ist, wurde erst nach dem Rennen bekannt. Røiseland bekam auf der ersten Runde, auf der sie sich zu allem Überfluss auch den Stock brach, nämlich mitgeteilt, dass ein entscheidendes Teil an ihrem Diopter fehlen würde. Genau dieses Teil hatte die Slowenin Polona Klemencic zuvor im Schnee erkannt. Sie teilte das ihrer Physiotherapeutin Ula Hafner mit, die es ausgrub und der norwegischen Mannschaft übergab. Das alles passierte rund anderthalb Minuten vor dem Start.

Røiseland bleibt ruhig
Norwegens Südtiroler Trainer Patrick Oberegger ließ das fehlende Stück daraufhin auf die richtige Schießmatte legen und sah, wie seine Athletin es wieder in die angedachte Position schraubte und anschließend alle Scheiben (mit nur einem Nachlader) umklappte. Ohne das Teil wäre kein gutes Schießen möglich gewesen, sagte Røiseland nach dem Rennen und bedankte sich in den sozialen Medien wie folgt: „Ein großes Dankeschön an die slowenische Physiotherapeutin, die den Tag gerettet hat, indem sie meine „Iris“ (der Name des Stücks, Anm. d. Red) gefunden hat. Sie ist die echte Heldin des Tages.“

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Hermann Zanier [melden]

bisher die schönste Geschichte aus China

06.02.2022 16:07

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