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Quentin Fillon Maillet gehört zu den Aufsteigern, Lisa Vittozzi zu den Absteigern. © Dolomiten Infografik/Ambra Delvai

Die Tops und Flops der Biathlon-Saison

Der Biathlon-Weltcup 2021/22 ist seit Sonntag Geschichte. SportNews hat die Tops und Flops der abgelaufenen Saison zusammengestellt.



Top

Marte Olsbu Røiseland:
Lange galt die Norwegerin im sportlichen Sinne als unerfüllt. Heuer hat sich die 31-Jährige aber endgültig ein Denkmal gesetzt. Røiseland war die Dominatorin dieser Biathlon-Saison. Der verdiente Lohn: Der erstmalige Gewinn des Gesamtweltcups. Zudem holte sie zwei kleine Kristallkugeln (in Sprint und Verfolgung). Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann Røiseland gar 5 Medaillen (3 Mal Gold und 2 Mal Silber). Chapeau!

Marte Olsbu Røiseland war eine Klasse für sich. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Quentin Fillon Maillet: Für Fillon Maillet gilt dasselbe wie für Røiseland: Der Franzose wurde in seinem Heimatland lange als Fourcade-Nachfolger gehandelt. In diesem Jahr schaffte er schließlich mit dem überlegenen Gewinn des Gesamtweltcups und zwei weiteren Kugeln (Verfolgung und Sprint) den endgültigen Durchbruch. Auch Fillon Maillet holte bei Olympia 5 Mal Edelmetall (2 Goldene und 3 Silberne). Was für ein Winter des 29-Jährigen.

Wierers Olympia-Traum: Dorothea Wierer träumte lange von einer Einzel-Medaille bei Olympia. Heuer hat sie sich diesen Traum mit der Bronzenen beim Sprint in Peking erfüllt und damit gleichzeitig auch ihr großes Saisonziel erreicht. Dass sie beim letzten Rennen des Winters die insgesamt 7. Kristallkugel ihrer Karriere verpasst hat, ist für die bald 32-Jährige sicher zu verkraften. Derzeit beschäftigt die Biathlon-Welt und Wierer selbst viel mehr die Frage, ob sie weitermacht oder nicht.

Dorothea Wierer holte in Peking ihre lang ersehnte Einzelmedaille. © AFP / MARCO BERTORELLO


Erik Lessers Abgang: Was Erik Lesser nach Bekanntgabe seines Rücktritt noch einmal hingezaubert hat, war bemerkenswert. Der Deutsche landete bei den drei letzten Weltcup-Stationen ebenso oft auf dem Podest. Höhepunkt war sicherlich sein Verfolgungs-Sieg in Oslo. Nach dem Massenstart am Sonntag, wurde Lesser dann im Ziel von der gesamten Biathlon-Familie gefeiert. Wo man auch hinhört, über den 33-Jährigen wird nur gut gesprochen. Er war nicht nur als fairer Sportsmann bekannt, sondern blickte auch jederzeit über den Tellerrand hinaus.
Flop
Lisa Vittozzi: Was ist nur mit Lisa Vittozzi los? Nach ihrer Fabel-Saison 2018/19, als sie im Gesamtweltcup Zweite wurde, ist sie eigentlich ein Schatten ihrer selbst. Auch im dritten Winter hintereinander fand die 27-Jährige nicht zu ihrer Form von früher. Besonders bitter: Gleich bei mehreren Liegendschießen ließ sie zu Beginn des Rennens vier Scheiben oder gar noch mehr stehen. Anschließend lief sie die Wettkämpfe zwar immer zu Ende (was man ihr hoch anrechnen muss), doch brauchbare Platzierungen waren dann logischerweise nicht mehr drin. Dabei zeigte Vittozzi gerade in den Staffeln, dass sie es eigentlich viel besser kann.

Elvira Öberg hätte sich in dieser Saison noch mehr verdient. © ANSA / MARTIN DIVISEK


Das Pech der Elvira Öberg: Was hatte Elvira Öberg in dieser Saison bloß für ein Pech? Die junge Schwedin landete gleich in 4 Endwertungen auf Rang 2 (Gesamtweltcup, Sprint, Verfolgung und Massenstart). Besonders tragisch war das Verpassen der kleinen Kristallkugel im Massenstart, als mit Linn Persson ausgerechnet die eigene Teamkollegin ihr auf der Zielgeraden noch einen Strich durch die Rechnung machte. Bei Olympia in Peking wurde Öberg ebenfalls zweimal Zweite (Sprint und Verfolgung). Immerhin kann sich die 23-Jährige aber mit Staffel-Gold trösten und mit der Tatsache, dass sie mit ihrem Potential in Zukunft alles gewinnen kann.


Olympia in Peking: Zweistellige Minusgrade, scharfer Wind, kaum Schnee: Vor allem in Zhangjiakou wartete auf die Olympia-Teilnehmer ein Extrem-Wetter. Langläufer, Biathleten und Skispringer erlebten die volle Härte des chinesischen Winters. Sicherlich hätten auch die Skijäger bei Olympia etwas besseres verdient gehabt als die Bedingungen, die sie im Biathlonzentrum Guyangshu vorfanden.

Normalerweise pilgern Zehntausende von Fans zum Weltcup nach Antholz. © ANSA / LUCIANO SOLERO


Geisterkulissen: Der Biathlon-Sport hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. In vielen Orten waren heuer Zuschauer erlaubt. So war die Stimmung bei den Weltcups in Oslo, Otepää oder Le Grand-Bornand auch wirklich gut. Dennoch war es schade, dass gerade in den Biathlon-Hochburgen wie Antholz, Oberhof und Ruhpolding wieder keine Fans zugelassen waren. Doch die Corona-Situation um den Jahreswechsel gab den Veranstaltern keinen Spielraum.

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