
Vetle Sjastad Christiansen machte Norwegens Sieg perfekt und schickte einen Gruß gen Himmel. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
Dieser Sieg ist für ihren toten Teamkollegen
Norwegens Biathleten haben am Sonntag beim Weltcup in Oberhof das Staffelrennen der Männer gewonnen – und ihren emotionalen Sieg dem verstorbenen Sivert Guttorm Bakken gewidmet. Italien schrammte dagegen an einer Überraschung vorbei.
11. Januar 2026
Von: fop
Norwegens Star-Biathleten haben die Oberhof-Staffel in einem extrem packenden Finish gewonnen. Die weiteren Top-Nationen Frankreich und Schweden hatten als Zweite bzw. Dritte ganz knapp das Nachsehen.
Es war das erste Mannschaftsrennen der Männer seit dem Tod von Bakken kurz vor Weihnachten am Lavazè-Pass – entsprechend bewegend waren die Bilder nach der Zielankunft von Schlussläufer Vetle Sjaastad Christiansen.
Das Staffel-Podest beim Biathlon-Weltcup in Oberhof. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
Der skandinavische Olympia-Favorit patzte gut vier Wochen vor dem Start der Winterspiele in Antholz in Person von Johannes Dale-Skjevdal, der zweimal in die Strafrunde musste. Seinen Mannschaftskollegen Martin Uldal und Christiansen gelang aber eine Aufholjagd, die mit dem Sieg belohnt wurde. Auch die beiden Teamrennen zuvor gewann Norwegen.
Azzurri fehlt 1 Sekunde aufs Podest
Eine ganz starke Vorstellung lieferte auch Italiens Biathlon-Quartett, das nach einer tollen Aufholjagd auf Rang vier landete. Insbesondere die Südtiroler Patrick Braunhofer und Lukas Hofer (jeweils nur ein Fehler) glänzten am Schießstand, Tommaso Giacomel dagegen war der Schnellste in der Loipe.Fünf Athleten im finalen Zielsprint, ganz links Tommaso Giacomel. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
Startläufer Braunhofer hatte an Position zehn an Didier Bionaz übergeben, dieser musste aber ein Mal in die Strafrunde und übergab mit einer Minute Rückstand auf die Spitze an Hofer. Der Routinier aus Montal halbierte den Rückstand und schickte Schlussläufer Giacomel als Fünftplatzierten ins Rennen. Der Weltcup-Leader musste zwar drei Mal nachladen, griff aber mit einem entfesselten Auftritt in der Loipe noch in die Medaillenvergabe ein. Im Zielsprint fing er den deutschen Mitstreiter ab und belegte am Ende den vierten Platz – nur eine Sekunde hinter den Top-3.
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