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Rebecca Passler wartet darauf, dass endlich Klarheit herrscht. © ANSA / MARTIN METELKO

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Rebecca Passler wartet darauf, dass endlich Klarheit herrscht. © ANSA / MARTIN METELKO

Doping-Urteil fehlt: Saison startet ohne Rebecca Passler

Italiens Biathlon-Nationalmannschaft startet zu Wochenbeginn in Richtung Skandinavien, genau dort beginnt am 26. November die Weltcup-Saison 2026/27. Doch eine prominente Athletin fehlt: Rebecca Passler. Was steckt dahinter?

Rebecca Passler wurde nicht für die finale Vorbereitungsphase auf die neue Saison einberufen – und wird damit wohl auch beim Weltcup-Auftakt Ende November in Kontiolahti fehlen. Jene sechs Athletinnen, die am Dienstag in Richtung Geilo (Norwegen) aufbrechen, dort erstmals auf Schnee laufen und die finalen Vorbereitungsrennen absolvieren, werden voraussichtlich auch später in der Königsklasse loslegen dürfen.


Doch warum fehlt Rebecca Passler? Die 25 Jahre alte Antholzerin zählt hinter Olympiasiegerin Lisa Vittozzi zwar zu den großen Hoffnungsträgerin, jedoch ist sie weiterhin in die Abwicklung ihrer Doping-Causa involviert. Der Fall wurde nämlich von der italienischen Antidoping-Agentur (NADO) noch immer nicht geschlossen.

NADO hält sich bedeckt

Zur Erinnerung: Passler wurde unmittelbar vor Olympia 2026 positiv auf Letrozol getestet und vorläufig gesperrt. Sie führte den Befund auf eine unbeabsichtigte Kontamination über einen Nutella-Löffel ihrer damals an Brustkrebs erkrankten Mutter zurück. Am 13. Februar wurde ihre Sperre aufgehoben. Bei Olympia startete sie zwar nicht mehr, die Saison im Weltcup konnte sie aber beenden.
„Es gilt das definitive Urteil abzuwarten“ Sportdirektor Klaus Höllrigl

Damit ist die Causa aber noch nicht abgeschlossen. Die NADO muss noch ein finales Urteil fällen – und zwar, ob Passler an der unbeabsichtigten Kontamination eine Mitschuld trägt. Sollte sie dies als erwiesen ansehen, droht der Biathletin neuerlich eine Sperre. Der Fall wurde zwar bereits im Oktober behandelt, ein offizieller Beschluss der NADO steht aber noch aus. „Deshalb haben wir Rebecca nicht einberufen, es gilt das definitive Urteil abzuwarten“, erklärt Italiens Biathlon-Sportdirektor Klaus Höllrigl.

Klaus Höllrigl (l.) und Rebecca Passler müssen sich in Geduld üben. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Klaus Höllrigl (l.) und Rebecca Passler müssen sich in Geduld üben. © ANSA / PIERRE TEYSSOT


In Geilo – und wohl auch beim Weltcup-Opening in Kontiolahti – wird somit nur eine Südtirolerin in Italiens Kader stehen, nämlich Hannah Auchentaller. Hinzu kommen Vittozzi, Michela Carrara, Martina Trabucchi, Samuela Comola und Fabiana Carpella. Letztere nimmt Passlers Platz ein, sie könnte in Finnland ihr Weltcupdebüt feiern.

Pircher ja, Braunhofer nein

Im Aufgebot der Männer stehen neben dem wiedergenesenen Tommaso Giacomel, Elia Zeni, Nicola Romanin und Elia Zeni auch der Montaler Routinier Lukas Hofer und Christoph Pircher. Der 23-jährige Terlaner bekam den Vorzug gegenüber dem Ridnauner Patrick Braunhofer, der die Saison somit im IBU Cup beginnen wird. Die Azzurri absolvieren am Montag in Rovereto eine Reihe an Fitnesstests, tags darauf geht es im Flieger nach Norwegen.

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