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Überzeugte auf ganzer Linie: Dorothea Wierer © APA/afp / ANDERS WIKLUND

Doro in Hochform: Nur Eckhoff ist schneller

Dorothea Wierer hat am Freitag im schwedischen Östersund ihre überragende Form bestätigt und die große Tiril Eckhoff beinahe bezwungen.

Bei beherrschbarem Wind arbeiteten viele Athletinnen die Schüsse sicher ab. Nichtsdestotrotz schoss eine Könnerin wie Hanna Öberg, die das Rennen eröffnet hatte, zwei Strafrunden. Von diesem Missgeschick beeinflusst, wählte die mit der Startnummer 6 gestartete Wierer ein niedriges Schusstempo – und das mit Erfolg. Sie kam fehlerfrei durch und rangierte sich hinter der Führenden Dzinara Alimbekava ein. Diese verpasste ein Spitzenergebnis, weil sie im Stehendanschlag die letzte Scheibe stehen ließ.


Wie ein perfektes Schießen aussieht, zeigte Wierer nur Augenblicke später: Die 30-Jährige feuerte die fünf Schüsse in 23 Sekunden ins Ziel und legte damit eine hervorragende Basis für ein Spitzenergebnis. Weil sie früh ins Rennen ging und Favoritinnen teils hohe Nummern wählten, wusste die Niederrasnerin lange nicht, was ihre Leistung Wert war. Mit Fortdauer des Rennens kristallisierte sich heraus: Sehr viel! Athletin um Athletin biss sich an Wierers Zeit die Zähne aus.

Eckhoff ist unschlagbar
Irgendwann fehlte von den ganz großen Favoritinnen nur noch Tiril Eckhoff. Und die Norwegerin bestätigte einmal mehr, warum sie die zurzeit überragende Biathletin ist. Sie verfehlte zwar einmal das Ziel, überzeugte aber erneut in der Loipe – und holte sich so ihren siebten Sprint-Sieg in Folge. Dank einer famosen Schlussrunde setzte sie sich mit zweieinhalb Sekunden vor Wierer durch, die sich über den zweiten Platz freute. Dritte wurde ausgerechnet Eckhoffs Landsfrau Ingrid Landmark Tandrevold. Diese hatte kürzlich durch Aussagen bezüglich Wierer für Aufsehen gesorgt.

Mehr als eine Randnotiz hatte sich das Weltcup-Debüt von Stina Nilsson verdient: Die Schwedin schoss im Liegendschießen fast schon sensationell die Null, danach bestätigte sie diesen guten Eindruck mit nur einem Fehler im Stehendanschlag. Die Kombination aus dem überraschend starken Schießergebnis und der guten, aber nicht berauschenden Laufform brachte ihr den ausgezeichneten 26. Schlussrang ein. Lisa Vittozzi belegte mit dem gleichen Schussergebnis Rang 20, Michela Carrara verpasste mit 4 Fehlern die Verfolgung.

Sprint in Östersund: Das Ergebnis

Schlagwörter: Wintersport

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