
Dorothea Wierer hat im Einzel bei den Olympischen Spielen ein Top-Ergebnis eingefahren. © ANSA / MARTIN METELKO
Ein Fehler trennt starke Wierer von Medaille in Antholz
Im olympischen Einzel der Damen am Mittwoch wurde den Fans in der Südtirol Arena zu Antholz ein Spektakel vom Feinsten geboten. Dorothea Wierer verpasste dabei trotz einer starken Leistung nur knapp das Podest. Über Bronze freute sich derweil eine Sensationsfrau aus Bulgarien.
11. Februar 2026
Von: nie
Biathlon ist hart – das gilt nicht nur wegen der körperlichen Anstrengungen in der Loipe, sondern auch aufgrund herzzerreißender Momente, wie sie im olympischen Einzel der Damen am Mittwoch geschahen. So verpassten Dorothea Wierer (5./+1.33,9 Minuten), Camille Bened (6./+1.36,7) und etwa Lea Meier (7./+1.37,4) aufgrund ihres einzigen Fehlers an diesem Tag eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch Lisa Theresa Hauser: Die Tirolerin lag bis zum finalen Schießen auf Platz drei, anschließend fiel sie wegen drei Fehlschüssen weit zurück (27./+3.22,1).
Zur Wahrheit gehört aber auch: Selbst mit Fehlern war im Einzel sehr viel möglich. So krönte sich die amtierende Weltmeisterin Julia Simon mit einem Fehlschuss zur Olympiasiegerin, Landsfrau Lou Jeanmonnot machte gar mit zwei Strafminuten den französischen Doppelsieg perfekt. Hinter den beiden Stars gab es eine Sensation zu verzeichnen: Lora Hristova aus Bulgarien blieb am Schießstand makellos und holte Bronze und damit die siebte Medaille ihres Landes in der Geschichte der Winterspiele.
Wierer schießt schnell, Vittozzi weit zurück
Nach dem ersten Schießen befand sich Wierer im Dunstkreis der Medaillen, wegen des Fehlers beim vierten Schuss beim ersten Stehendanschlag wurde sie zunächst durchgereicht. Aufgrund ihrer gewohnt schnellen Darbietungen am Schießstand (3.) und einer soliden Laufzeit (20.) kämpfte sie sich aber wieder in die Top 5 zurück. Auf der Schlussrunde büßte sie im Vergleich zu den vorderen Damen an Zeit ein. Nichtsdestotrotz war dies ein starker Auftritt der 35-Jährigen, der mit Blick auf den Sprint am Samstag (ab 14.45 Uhr) Hoffnungen auf eine weitere Top-Platzierung schürt.Lisa Vittozzi erlebte einen gebrauchten Tag. © APA/afp / FRANCK FIFE
Weit davon entfernt war am Mittwoch Lisa Vittozzi. Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2023/24 kassierte gleich vier Strafminuten und musste sich mit einem enttäuschenden 37. Platz abfinden (+3.53,7). Besser machte es Hannah Auchentaller. Bei ihrem Heimspiel reihte sich die Antholzerin auf Rang 30 ein (+3.31,8). Bevor es für die Damen am Samstag wieder um Medaillen geht, sind einen Tag zuvor die Herren in Antholz im Sprint über zehn Kilometer gefordert (14.00 Uhr).
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