
Lukas Hofer geht im Massenstartrennen an den Start. © Teyssot
Ein letztes Mal Olympia: Lukas Hofer greift an
Ein letztes Mal Olympia, vielleicht ein letztes Mal Antholz: Für Lukas Hofer ist der Abschluss der Männerrennen bei diesen Winterspielen ein ganz besonderer. Auch deshalb geht er noch mal voll auf Angriff.
20. Februar 2026
Aus Antholz

Von:
Alexander Foppa
Bei heftigem Schneefall hat Lukas Hofer am Donnerstag seine letzte Trainingseinheit auf den Olympia-Loipen absolviert. Jetzt zählt’s ein letztes Mal. „Das wird besonders“, sagte Hofer mit Blick auf das Massenstartrennen an diesem Freiatg (ab 14.15 Uhr im SportNews-Ticker). „Ich will es in vollen Zügen genießen – und so weit wie möglich nach vorne laufen.“
Sportlich ist dem 36 Jahre alten Montaler einiges zuzutrauen, wenngleich eine klare Zielsetzung aufgrund der Wetterprognosen schwierig ist. Auf den Neuschnee sollen am Renntag Windböen folgen. „Das macht alles unberechenbar“, so Hofer.
Ist diesen Sommer Schluss?
Doch unabhängig vom Ausgang des letzten Rennens ist der Lokalmatador einfach nur froh, bei den Spielen daheim im Pustertal dabei gewesen zu sein. Es könnte ein letztes Highlight in seiner langen Karriere sein. Denn Hofer hat immer noch nicht entschieden, ob er kommenden Winter weitermacht oder nicht. „Das werde ich am Ende der Saison machen. Fest steht, das sind meine letzten Olympischen Spiele“, sagte er augenzwinkernd.„Ich will es in vollen Zügen genießen“ Lukas Hofer
Hofer ist einer von drei Azzurri, die den Massenstart in Angriff nehmen. Patrick Braunhofer hat zwar die vergangenen Tage in Antholz trainiert, den Einzug ins 30-Mann-große Teilnehmerfeld hat er aber knapp verpasst. Er würde erst nachrücken, wenn sich zwei startberechtigte Athleten kurzfristig zurückziehen. Übrig bleiben neben Hofer noch dessen Teamkollege in der „silbernen“ Mixed-Staffel, Tommaso Giacomel, und Überraschungsmann Nicola Romanin.
Tommaso Giacomel beim Abschlusstraining am Donnerstag. © Teyssot / PIERRE TEYSSOT
Besonders der bislang in den Einzelrennen glücklose Giacomel hat sich viel vorgenommen. „Zugegeben, ich bin nach dem verpatzten Sprint in ein kleines mentales Loch gefallen, doch jetzt bin ich wieder guter Dinge“, sagte der Star-Biathlet aus dem Trentino, „Ich konnte den Kopf etwas freibekommen, ordentlich trainieren. Ich bin gut drauf. Jetzt greife ich noch mal richtig an.“
Wer bremst die Franzosen?
Giacomel macht weiter Jagd auf seine erste Olympia-Medaille in einem Einzelbewerb. Er hat zwar das Massenstartrennen diese Saison in Le Grand-Bornand gewonnen, die absoluten Topfavoriten sind aber andere. Sie kommen in erster Linie aus Frankreich und heißen Quentin Fillon Maillet und Eric Perrot, auch der Norweger Sturla Holm Laegreid ist ein ganz heißer Goldkandidat. Er und sein Landsmann Johan-Olav Botn werden versuchen, den Olympiatitel in diesem Rennformat neuerlich nach Skandinavien zu holen. Amtierender Olympiasieger im Massenstart ist nämlich der mittlerweile zurückgetretene Johannes Thingnes Bö aus Norwegen.Profil bearbeiten
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