
Laura Dahlmeier kam vor rund einem Jahr bei einem Bergunglück ums Leben. © dpa / Matthias Balk
Emotionale Erinnerung an Dahlmeier: „Sie war die Beste“
In einer anderen Realität hätte Maren Hammerschmidt mit Laura Dahlmeier glücklich lachend am Gipfelkreuz der Zugspitze gestanden. Ihre engste Biathlon-Freundin aber fehlt.
22. Juli 2026
Von: sn/dpa
„Es wäre richtig schön gewesen, es mit ihr zusammen zu machen. Sie hätte mir in ihrer Heimat jedes Fleckchen zeigen können“, sagt Hammerschmidt der Deutschen Presse-Agentur.
Vor etwas mehr als einem Jahr sprechen die beiden Freundinnen am Telefon über ihre gemeinsame Tour. Dabei erzählt die Doppel-Olympiasiegerin auch von ihrer anstehenden Reise nach Pakistan, wo sie ihren Sehnsuchtsberg – den Laila Peak – besteigen will. Es ist das letzte Gespräch der beiden.
Maren Hammerschmidt (2.v.r.) und Laura Dahlmeier (r.) waren nicht nur Kolleginnen, sondern beste Freundinnen. © APA / EXPA/JFK
„Ich habe das noch sehr bildlich vor Augen, weil ich bei mir zu Hause abends durch den Garten gegangen bin und gegossen habe“, erinnert sich Hammerschmidt. Auch ein Jahr nach dem tödlichen Unfall Dahlmeiers ist der immense Verlust immer noch präsent. Die Trauer komme nach wie vor in Wellen, auch wenn es langsam besser werde, erzählt die Ex-Sportlerin, mittlerweile Pressesprecherin des deutschen Biathlon-Teams.
Unfall am Laila Peak
Anfangs frisst sie alles in sich rein, gemeinsame Bilder und Videos kann sie sich nicht anschauen. Über ihre enge Freundin spricht sie kaum. „Das hat mir in meinem Trauerprozess natürlich nicht geholfen. Weil es einfach unbegreiflich für mich war. Laura war für mich eine Naturgewalt, die unzerstörbar war. Ich habe immer gedacht, ihr passiert nie irgendwas.“Doch am 28. Juli 2025 passiert es. Die siebenmalige Weltmeisterin (31) bricht bei schwierigen Wetterbedingungen den Gipfelsturm des Laila Peaks ab, wird dann aber beim Abstieg auf 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen. Sie war mutmaßlich sofort tot. Ihre Kletterpartnerin überlebt.
Werde Laura wiedersehen
Was Hammerschmidt bleiben, sind die vielen gemeinsamen Erlebnisse. Und ein ganz besonderes Erinnerungsstück. Susi Dahlmeier, Goldschmiedin, schenkt ihr eine Kette, die sie einst für ihre Tochter gemacht hat. „Diese Kette hat auch Laura viel bedeutet“, so Hammerschmidt.Dass der Tod nicht das Ende ist, davon war Laura Dahlmeier überzeugt. „Laura glaubte sehr stark an eine innere Kraft und dass man auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden sein kann“, sagt Hammerschmidt. Auch sie glaubt, dass sie ihre Freundin wiedersehen wird: „Ich kann nicht sagen, wo man dann sein wird. Aber ich glaube nicht, dass das das Ende ist. Wir müssen ja noch einige Gespräche führen.“
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