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Dorothea Wierer und Hannah Auchentaller erwischten einen gebrauchten Tag. © Felice Calabro'

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Dorothea Wierer und Hannah Auchentaller erwischten einen gebrauchten Tag. © Felice Calabro'

Frust statt Feier: Italiens Biathletinnen sind enttäuscht

Das hatten sich die Azzurre wahrlich anders vorgestellt: Im Staffelrennen der Frauen wurde die erhoffte Medaillen meilenweit verfehlt, nichts wurde es aus der nächsten Biathlon-Party im Antholzer Schnee. Entsprechend niedergeschlagen gaben sich Dorothea Wierer & Co.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Vor dem letzten Mannschaftsrennen bei den Olympischen Spielen in Antholz wurden die Azzurre zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen gezählt, immerhin landeten sie bei zwei von vier Staffeln in diesem Weltcup-Winter auf dem Podium. Doch dieses Mal konnte Italien nie in den Kampf um Edelmetall eingreifen, schlimmer noch: Mit Platz elf wurden sogar die Top Ten verpasst.


Dabei war der Start von Hannah Auchentaller noch einigermaßen geglückt. Sie musste dreimal nachladen, übergab an Position zehn liegend mit einem Rückstand von rund einer halben Minute. „Ich habe mein Bestes gegeben. Mit diesem Endergebnis hatte niemand gerechnet, aber Staffelrennen sind eben immer voller Überraschungen“, sagte Auchentaller nach dem Rennen.

„Jetzt gilt es erstmal alles sacken zu lassen“ Hannah Auchentaller

Für die 24-jährige Antholzerin sind die Heim-Winterspiele nun beendet. „Ich bin unheimlich froh, hier am Start gewesen zu sein. Jeder Tag hier bei Olympia hat mir was Neues gelehrt. Das gilt es jetzt erst mal alles sacken zu lassen“, so Auchentaller.

Auchentallers Spiele sind beendet

Nach dem ersten Wechsel wäre für Italien durchaus noch etwas drin gewesen – doch dann kam Wierer zum ersten Schießen. Sie wirkte ungewohnt unsicher, zielte daneben und schoss sich in die Strafrunde. „Ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte. Ich habe keine Erklärung dafür. Es war kein Wind am Schießstand, die Bedingungen waren gut“, wirkte Wierer danach völlig ratlos, „mit der Extrarunde war das Rennen für uns dann gelaufen. Das geht auf meine Kappe. Jetzt hoffe ich, dass ich in meinem letzten Rennen am Samstag mehr Spaß habe als das heute der Fall war.“

Als Schlussläuferin Lisa Vittozzi in die Loipe ging, war das Rennen bereits gelaufen. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'

Als Schlussläuferin Lisa Vittozzi in die Loipe ging, war das Rennen bereits gelaufen. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'


Am Ende war es aber nicht Wierer alleine, die Italien aus dem Medaillenkampf katapultierte. Auch Michela Carrara musste in der Folge einmal in die Strafrunde einbiegen. „Es passt irgendwie zu meinen Ergebnissen hier in Antholz“, gab die enttäuschte Friulanerin zu Protokoll.

Carrara schickte Lisa Vittozzi als 14. auf die letzten Runden. Die Olympiasiegerin aus der Verfolgung sparte ihre Kräfte für das abschließende Massenstartrennen am Samstag, machte aber trotzdem noch drei Plätze gut. „Am Ende gewinnt man zusammen und man verliert zusammen. Das heute war eine Niederlage“, brachte sie es passend auf den Punkt.



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