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Tarjei Bø hat schwierige Tage hinter sich. © Tarjei Bø

Gestürzter Bø leidet in Südtirol: „Bin K.o.“

Die norwegischen Biathleten absolvieren zurzeit auf der Seiser Alm ein Trainingslager. Mit dabei ist auch Tarjei Bø, der aufgrund eines heftigen Sturzes jedoch zum Zuschauen verdammt ist.

Am letzten Sonntag stockte den Biathlon-Fans vor dem TV der Atem: Tarjei Bø stürzte beim City Biathlon in Wiesbaden binnen weniger Minuten zweimal schwer. Grund dafür war eine defekte Bindung, die tiefe Schürfwunden, schlaflose Nächte und trainingsfreie Tage verursachte. Das sagte der 33-Jährige in einem Interview mit dem Fernsehsender TV2.


„Ich bin K.o., seitdem ich auf die Schnauze gefallen bin“, berichtet Bø, der sich nun aber etwas besser fühle: „Montag und Dienstag ging es mir fürchterlich.“ Der Schädel habe gebrummt, zudem sei es schwierig gewesen, mit all den Schürfwunden zu schlafen.

Mit einem blauen Auge davongekommen
Während die Teamkollegen auf der Seiser Alm trainieren, muss er zusehen. Und das alles wegen einer defekten Bindung. Immerhin hat sich die Produktionsfirma für den Vorfall entschuldigt und angekündigt, neue, sicherere Bindungen schon bald auf den Markt zu bringen.

Dass Bø mit Abschürfungen und einer Gehirnerschütterung davongekommen ist, hat er seiner Schutzausrüstung zu verdanken. „Ich habe erst Tage nach dem Sturz bemerkt, dass der Helm an mehreren Orten gebrochen war. Es hat wohl mehr geknallt, als ich zunächst gedacht habe“, erzählt Bø und verweist auf das Adrenalin unmittelbar nach dem Sturz. „Erst am Tag danach habe ich es retour bekommen.“
„Einige Tage ohne Training werde ich aushalten.“ Tarjei Bø

Der ältere Bruder von Johannes Thingnes Bø sagt, er sei sicher gewesen, dass der Sturz drei Monate mit Gips zur Folge haben würde. „Ich stand jedoch auf und war überrascht, als sich nichts gebrochen anfühlte. Die letzten Tage waren hart, aber man kann es von zwei Seiten betrachten. Entweder bin ich frustriert, dass ich mich verletzt habe oder ich bin glücklich, dass es noch dermaßen gut ausgegangen ist.“ Ein wenig verärgert sei er aber schon, zumal die Bindungsfirma ihn nicht informiert habe, obwohl das gleiche Unglück zuvor schon bei anderen passiert sei. „Aber ich wäre frustrierter gewesen, wenn ich mit einem gebrochenen Oberschenkel oder Schlüsselbein hier liegen würde. Einige Tage ohne Training werde ich aushalten“, betont Bø.

Er genießt zurzeit die Aussicht in seinem Hotelzimmer und hat seinen Humor trotz allem nicht verloren. „Ich hatte Glück im Unglück, denn wie Johannes sagt: 'Gut, dass du dir nicht beide Handgelenke gebrochen hast, sonst müsste ich dir beim Abputzen auf dem Klo helfen'“, scherzt Bø.

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