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Geschafft: Dorothea Wierer ist Weltmeisterin – und das in Antholz. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Gold-Wahnsinn in Antholz: Wierer ist Weltmeisterin!

Grandiose Leistung von Dorothea Wierer: Die Rasnerin kürte sich am Sonntag vor einer beeindruckenden Kulisse in der Südtirol Arena zur Weltmeisterin in der Verfolgung.

Von Thomas Debelyak aus Antholz


Antholz steht Kopf, die Südtirol Arena ist ein einziger Hexenkessel: Dorothea Wierer hat sich am Sonntag vor 20.000 begeisterten Zuschauern zur Weltmeisterin in der Verfolgung gekrönt. Für die Rasnerin ist es der zweite WM-Titel nach dem Massenstart-Coup in der letzten Saison. Die Goldmedaille am Sonntag dürfte aber alles überstrahlen: An jenem Ort, wo Wierer aufgewachsen ist, wo sie ihre ersten Biathlon-Schritte gemacht hat, Weltmeisterin werden – das ist ein Kindheitstraum. Ein Traum, der nun zur Realität geworden ist.

Packender Zweikampf mit Røiseland
Wierer hatte die Verfolgung – getreu ihrem Sprint-Ergebnis – von der 7. Position in Angriff genommen, zeigte aber von Beginn an, dass sie es an diesem Tag wissen wollte. In den beiden Liegend-Schießeinlagen beeindruckte sie mit einer extrem schnellen und fehlerfreien Leistung, wodurch sie sich an die Spitze des Feldes vorarbeiten konnte.

Marte Olsbu Røiseland, Dorothea Wierer und Denise Herrmann (v.l.) am Schießstand. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Dort kristallisierte sich schon bald ein Zweikampf zwischen ihr und der Sprint-Weltmeisterin Marte Olsbu Røiseland heraus. Die beiden Skijägerinnen kamen gemeinsam zum ersten Stehend-Schießen, zeigten aber Nerven aus Drahtseil und leisteten sich keine Fehler. Also musste das allerletzte Schießen – ebenfalls im Stehend-Anschlag – entscheiden.
Im Genießer-Modus zu Gold
Dort hatte Wierer das bessere Ende für sich: Sie verfehlte nur eine Scheibe, während Røiseland gleich 2 Mal daneben zielte. Folglich ging die Rasnerin mit einem Vorsprung von 23 Sekunden in die Schlussrunde. Da war klar: Der Weltmeistertitel gehört Dorothea Wierer.

Wierer konnte auf den letzten Metern die fantastische Atmosphäre genießen und lief im Ziel unter tosendem Jubel zur Goldmedaille. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: In der Weltcup-Gesamtwertung baute die 29-Jährigen ihren Vorsprung an der Spitze aus und liegt nun 60 Punkte (das ist ein Sieg) vor Tiril Eckhoff .

Das Podest: Denise Herrmann, Dorothea Wierer und Marte Olsbu Røiseland (v.l.). © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Silber ging am Sonntag an die Deutsche Denise Herrmann, die auf der letzten Runde noch Røiseland überholte. Für die Norwegerin gab’s Bronze. Lisa Vittozzi, die an 6. Position in die Verfolgung gestartet war, schoss insgesamt 3 Mal daneben und wurde auf Rang 27 zurückgereicht. Federica Sanfilippo aus Ridnaun belegte den 33. Platz.

Der nächste Damen-Wettkampf in Antholz steht am Dienstag an: Dann kommt es zum Einzel-Bewerb über 15 Kilometer.
WM in Antholz, Verfolgung der Damen
Pos.NameLandZeitFehler
1.Dorothea WiererITA/Rasen29.22,0 min1
2.Denise HerrmannGER+9,5 sec3
3.Marte Olsbu RøiselandNOR+13,83
4.Hanna ÖbergSWE+22,32
5.Vanessa HinzGER+26,81
6.Ivona FialkovaCZE+35,72
7.Franziska PreussGER+40,62
8.Lisa Theresa HauserAUT+51,41
9.Baiba BendikaLAT+1.03,02 min2
10.Aita GasparinSUI+1.07,41
27.Lisa VittozziITA+1.57,43
33.Federica SanfilippoITA/Ridnaun+2.31,82

Autor: det

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Kommentare (1)

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Hartmuth Staffler [melden]

Wenn es eine Goldmedaqille für Arroganz und Antipathie geben würde, dann hätte die Wierer auf jeden Fall noch einmal Gold.

16.02.2020 16:20

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