
Tommaso Giacomel schnappte sich seinen nächsten Sieg. © ANSA / FILIP SINGER
Große Emotionen: Giacomels traurigster Sieg
Der Biathlon-Weltcup in Oberhof hat aus Sicht der Azzurri mit einem Knall begonnen: Neben dem siegreichen Tommaso Giacomel überzeugte auch der Südtiroler Lukas Hofer.
08. Januar 2026
Von: dl
Erst am Vortag konnte Giacomel bei den Erinnerungen an seinen gestorbenen Freund Sivert Bakken seine Tränen nicht zurückhalten. „Ich werde mein Bestes geben, um ihn stolz zu machen. Und das ist das, was Sivert gewollt hätte“, hatte der Trentiner erklärt. Giacomel ließ seinen Worten Taten folgen: Mit Trauerflor stürmte der Italiener beim Sprint in Oberhof zu seinem insgesamt vierten Weltcupsieg – und dem bereits dritten in diesem Winter.
Bei typischem Oberhof-Wetter (der Nebel wurde im Laufe des Wettkampfs immer stärker) behielt Giacomel den besten Durchblick – auch, wenn er liegend eine Scheibe stehen ließ. Am Ende setzte sich der 25-Jährige – in Abwesenheit des erkrankten Weltcup-Führenden Johan-Olav Botn – klar vor dem Deutschen Philipp Nawrath und dem Norweger Johannes Dale-Skjevdal durch.
„Dieser Sieg ist für Sivert.“ Tommaso Giacomel
„Es ist richtig komisch heute. Dieser Sieg ist für Sivert. Dieser Tag ist extrem emotional für mich“, erklärte ein nachdenklicher Giacomel im anschließenden Siegerinterview in Gedanken an Bakken.
Auch Hofer und Braunhofer stark
Einzig der Schwede Sebastian Samuelsson hätte Giacomel den Sieg streitig machen können. Doch der Schwede brauchte beim letzten Schuss viel zu lange und zielte auch noch vorbei. Somit musste er sich mit Rang vier zufrieden geben. Apropos letzter Schuss: Diesen verfehlte auch Lukas Hofer. Ansonsten zeigte der Montaler seine mit Abstand beste Saisonleistung und klassierte sich als Achter erstmals in den Top-Ten.In Oberhof wurde an den verstorbenen Sivert Bakken gedacht. Die Startnummer 1 wurde nicht vergeben. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
Auch Patrick Braunhofer zeigte zum ersten Mal in diesem Winter auf. Der Ridnauner blieb als einer von wenigen am Schießstand fehlerfrei und landete auf Rang 24. Damit war Braunhofer der drittbeste Azzurro. Weiter geht es beim Biathlon-Weltcup in Oberhof bereits am Donnerstagnachmittag (14.15 Uhr) mit dem Sprint der Damen. Für die Herren geht es am Samstag (12 Uhr) mit der Verfolgung weiter. Dann beginnt die Jagd auf Giacomel.
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