
Vanessa Voigt hat sich eine Pause verordnet. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Hass nach Platz vier: Biathletin legt Pause ein
Nach der knapp verpassten Bronzemedaille im Biathlon-Einzel bei den Olympischen Winterspielen verordnet sich Vanessa Voigt eine Pause.
12. Februar 2026
Von: dpa/sn
„Wir sehen/hören uns nach Olympia. Hier wird es jetzt ruhig – mein Fokus liegt woanders. Die Menschen, die wirklich zählen, wissen, wie sie mich erreichen“, schrieb die 28 Jahre alte Thüringerin bei Instagram. Von den Sozialen Medien werde die deutsche Biathletin nun vorerst Abstand nehmen. Zuvor hatte sie der ARD gesagt: „Klar, es sind wieder diese ewigen Themen. Laufzeit, Schießzeit - ich werde es jetzt schon wieder hören im Internet, wie es wieder drunter und drüber geht.“
Aber sie habe ohne Schießfehler ihr Bestes gegeben, „ich habe im olympischen Rennen wieder meine beste Leistung ausgepackt, ich kann mir nichts vorwerfen“.
Voigt ist „verdammt stolz“
Voigt sah sich mit Kritik und Hass-Nachrichten konfrontiert, nachdem sie bei Olympia zum zweiten Mal nacheinander über 15 Kilometer das Podest verfehlt hatte. Am Mittwoch fehlten 12,9 Sekunden zur Medaille. „Während viele wieder kritisch über meine Laufzeit und Schießzeiten sprechen, stehe ich hier – und bin verdammt stolz“, schrieb Voigt nach ihrem stärksten Saison-Auftritt: „Denn kaum jemand redet über den Leistungs- und Trainingsrückstand, der entsteht, wenn ein Großteil einer vorolympischen Weltcupsaison wegbricht.“In der Mixed-Staffel durfte sich Voigt immerhin über Bronze freuen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Im vergangenen Jahr hatte sie ihre Saison vorzeitig abbrechen müssen, weil ihr Körper streikte. Auch eine Teilnahme an der WM in der Schweiz war im Frühjahr 2025 unmöglich. Voigt kämpfte sich in der Saisonvorbereitung wieder an das Weltcup-Niveau heran. Die Olympia-Qualifikation schaffte sie souverän, außerdem stand sie mit der Frauen-Staffel in diesem Winter schon auf dem Podest. Auch der Olympia-Auftakt gelang, mit der Mixed-Staffel hatte Voigt am Sonntag überraschend Bronze gewonnen.
Voigt glaubt in Antholz an sich selbst
Vier weitere Renneinsätze sind für sie in Südtirol noch möglich. „Es ist noch nicht vorbei. Das war erst die zweite Medaillenchance“, schrieb Voigt. Insgesamt hat sie mit Staffeln in ihrer Karriere bereits jeweils zwei Medaillen bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften gewonnen.Profil bearbeiten
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