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Lukas Hofer (r.) musste sich nur Johannes Thingnes Bö und Arnd Peiffer geschlagen geben. © APA/afp / ROBERT MICHAEL

Hofer und Vittozzi unisono: „Das war längst nicht alles“

Italiens Nationalteam drückt dem Biathlon-Weltcup dieser Tage ganz klar seinen Stempel auf. Den vielen Podiumsplatzierungen zum Trotz scheint der Erfolgshunger der „Azzurri“ noch längst nicht gestillt – wie die Protagonisten selbst unterstreichen.

Dorothea Wierer trägt seit Wochen das Trikot der Gesamtweltcupführenden, ihre Teamkollegin Lisa Vittozzi trumpfte in Oberhof mit ihren Premeriensiegen auf und nun zog auch noch Lukas Hofer mit seinem ersten Podestplatz in diesem Winter nach – Italiens Biathlonteam ist so stark wie noch nie!

„Wir pushen uns gegenseitig“
Lukas Hofer
„Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist fantastisch. Durch die guten Ergebnisse pushen wir uns gegenseitig zu Hochleistungen“, verrät Lukas Hofer , der am Samstag in der Verfolgung mit einem entfesselten Auftritt auf den dritten Rang lief. Einzig ein kleines Detail habe den Sprung auf Platz zwei verhindert, „denn als ich mit Arnd Peiffer auf die Zielgerade gebogen bin, habe ich die falsche Loipe gewählt. Meine war mit Neuschnee bedeckt, da konnte ich einfach nicht dagegenhalten“, analysiert der Pustertaler, der noch Luft nach oben sieht: „Ich bin noch nicht mal in absoluter Top-Form. Wir haben über den Jahreswechsel viel gearbeitet, das wird sich noch bezahlt machen.“

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Die Gesamtweltcupführende Dorothea Wierer gratuliert Teamkollegin Lisa Vittozzi zum Sieg. © AFP / ROBERT MICHAEL

Für Lisa Vittozzi lief hingegen alles wie am Schnürchen. Sie verteidigte ihre Spitzenposition vom Sprintbewerb und feierte in der Verfolgung den zweiten Weltcup ihrer Karriere – den zweiten binnen drei Tagen. „Das hätte ich mir bei der Anreise nach Oberhof nie erträumt. Ich will diese Siege voll auskosten und die Freude mit jenen Personen teilen, die mir in den vergangenen Wochen meinen ersten Sieg prophezeit hatten. Richtig gefeiert wird aber erst später, denn das soll noch längst nicht alles gewesen sein“, so wird die 23-Jährige aus dem Friaul vom italienischen Wintersportverband zitiert.
„Der Sturz hat mich viel Zeit gekostet“
Dorothea Wierer
Während sich Hofer und Vittozzi am Samstag über ihre Spitzenergebnisse freuten, haderte Dorothea Wierer mit ihrem Verfolgungsrennen – und dies obwohl sie vom 23. auf den 5. Rang vorgeprescht ist. „Es wäre noch mehr drin gewesen. Anais Bescond hat mich touchiert, wir sind beide zu Boden gegangen. Das hat viel Zeit und Kraft gekostet“, erzählt Wierer. Sie verlässt Oberhof ohne Einzel-Podiumsplatzierung, behält aber das Trikot der Gesamtweltcupführenden. „Ich nehme alles Positive mit nach Ruhpolding und werde dort zurückschlagen. Die Strecke dort liegt mir besser“.

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Bevor der Weltcuptross nach Ruhpolding übersiedelt, stehen in Oberhof am Sonntag noch die Staffelrennen am Programm, bei denen die italienische Auswahl ihren neuen Status als Biathlon-Macht untermauern kann.

Autor: fop

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