S+
Johanna Puff,  Freundin von Lukas Hofer und selbst Biathletin. © johanna.puff

e Biathlon

Johanna Puff, Freundin von Lukas Hofer und selbst Biathletin. © johanna.puff

„Ich habe sogar ans Aufhören gedacht“

Johanna Puff erlebte einen Biathlon-Winter zum Vergessen. Aus gesundheitlichen Gründen musste die Freundin von Lukas Hofer die Saison abbrechen, ehe sie richtig begonnen hatte. Darüber hat die Bayerin nun ausführlich geplaudert.

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht ans Aufhören gedacht habe“, gestand die 23-Jährige in einem Interview mit dem deutschen Portal xc-ski.de, in dem sie auf die schwierigsten Monate ihrer sportlichen Laufbahn zurückblickt. Diese lange, dunkle Phase begann im Dezember beim IBU-Cup in Obertilliach. Im Verfolgungsrennen brach Puff plötzlich zusammen und musste medizinisch versorgt werden.


Die anschließenden Untersuchungen führten zur Diagnose einer Entzündung des Herzmuskels, die ihre Saison sofort beendete. Die Probleme hatten jedoch schon mehrere Monate zuvor während der Sommervorbereitung begonnen. „Ich hatte fast keine Energie und konnte schlecht schlafen. Dazu kam ein Fahrradunfall, der eine Operation erforderte, sowie mehrere Erkältungen, die mich immer wieder schwächten.“

Johanna Puff, hier mit Partner Lukas Hofer, bei ihrem Europameistertitel 2025 in Martell. © sn

Johanna Puff, hier mit Partner Lukas Hofer, bei ihrem Europameistertitel 2025 in Martell. © sn


„Es war das dritte Rennen an diesem Wochenende, und schon in den ersten beiden hatte ich keine Energie“, fuhr Puff fort und erinnerte sich an den Wettkampf in Obertilliach. Während der Verfolgung verschlechterte sich ihr Zustand rapide: „Ich spürte starken Druck in der Brust, konnte kaum atmen und hatte zwei Panikattacken.“ Paradoxerweise brachte die endgültige Diagnose auch eine gewisse Erleichterung. „Endlich wusste ich, was los ist, auch wenn das bedeutete, dass die Saison vorbei war“, erklärte sie.

Comeback als Ziel

Nach mehreren Wochen kompletter Pause nahm die Europameisterin von 2025 im Februar wieder schrittweise das Training auf, hatte jedoch erneut mit Schwierigkeiten zu kämpfen. „Ich habe mich mehrmals gefragt, wie ich wieder in den Spitzensport zurückkehren soll.“ Am Ziel eines Comebacks hält Puff fest, jedoch ohne sich übermäßigen Druck zu machen und vor allem, um wieder Vertrauen in ihren Körper zu gewinnen. „Ich darf keine Angst vor intensivem Training haben, sonst kann ich genauso gut alles hinschmeißen“, so Puff.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH