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Rebecca Passler darf erstmals unter den Fünf Ringen laufen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

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Rebecca Passler darf erstmals unter den Fünf Ringen laufen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Im Antholzer Olympia-Schnee: Rebecca Passler ist zurück

Ein Lichtblick in der Antholzer Wintersonne: Rebecca Passler hat die olympische Bühne betreten und unter großem Medieninteresse ihre erste Trainingseinheit absolviert. Für einen Einsatz bei den Winterspielen wird es aber wohl dennoch nicht reichen.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Es war punktgenau 14 Uhr, als Rebecca Passler den ersten Schritt in den Antholzer Olympia-Schnee gesetzt hat. An der Seite von Italiens Biathlon-Chef Klaus Höllrigl stieg sie in die Langlaufskier und lief in Richtung Schießstand, wo bereits Trainer Jonne Kähkönen mit dem Fernrohr Stellung genommen hatte. Soweit lief alles normal, wäre da nicht diese Schar an Fotografen und Journalisten gewesen, die das Geschehen aus etwas Entfernung genau beobachtete.


Bereits Stunden zuvor hatte Italiens Wintersportverband mitgeteilt, dass Passler nicht für Interviews zur Verfügung stehe. Für die 24-Jährige ging es an diesem Nachmittag nämlich in erster Linie darum, wieder eine Trainingseinheit zu absolvieren, Feingefühl in der Loipe und am Schießstand aufzubauen – und endlich auch etwas Olympia-Luft zu schnuppern.


Passler drehte rund anderthalb Stunden lang ihre Runden in der Olympia-Arena, lief die Rennschleife um die Huber Alm und nahm am Schießstand Position. Dort setzte sie die Schüsse gewohnt sicher ins Ziel. Es schien fast so, als wäre die Antholzerin nie weggewesen. Vergessen waren in dem Moment das ganze Wirrwarr um ihre positive Dopingprobe, die zehntägige Suspendierung und die verpassten Olympia-Starts.

Wohl kein Renneinsatz für Passler

In den Genuss der Winterspiele wird Passler auch die nächsten Tage noch kommen. Am Dienstag steht eine weitere Trainingseinheit an, am Mittwoch folgt die Staffel der Frauen. Dort wird die Südtirolerin zwar dabei sein, voraussichtlich jedoch nur als Ersatz, sollte Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Hannah Auchentaller oder Michela Carrara kurzfristig ausfallen. Eine finale Entscheidung werden die Trainer am Dienstag fällen.

Die Staffel ist die einzige verbliebene Einsatzchance der Lokalmatadorin bei diesen Winterspielen. Dass sie an den Start geht, ist unwahrscheinlich – zum einen, weil ihr viele Trainingskilometer in den Beinen fehlen, zum anderen, weil der Rummel um ihre Person seit zwei Wochen enorm ist. Das hat auch das Medieninteresse an diesem ansonsten so ruhigen, sonnigen Trainingsnachmittag in Antholz gezeigt.



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