
Die norwegische Mannschaft gedenkt Sivert Guttorm Bakken auf besondere Weise. © AFP / TAAVI NAGEL
„Immer schmerzhaft“: Norweger kehren an Ort der Tragödie zurück
Vor zehn Monaten ist der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken unter tragischen Umständen gestorben. Seine Teamkollegen kehrten jüngst an den Ort des Geschehens zurück.
04. Oktober 2026
Von: nie
Knapp ein Jahr nach dem Tod von Sivert Guttorm Bakken haben die norwegischen Biathleten wieder ihr Trainingslager am Lavazéjoch bezogen. Die skandinavischen Skijäger absolvierten am Donnerstag ein erstes Höhentraining an jenem Ort, an dem ihr Teamkollege am 23. Dezember vergangenen Jahres tot aufgefunden worden war.
Für die Mannschaft wurde die Reise nicht nur wegen der eigenen Rückkehr eine äußerst emotionale Angelegenheit. Warum? An der Seite der Biathleten reiste auch Bakkens Mutter an den Gebirgspass. „Ich denke, dass es unglaublich bewegend sein wird, und ich glaube nicht, dass wir das überhaupt begreifen können“, wurde Vetle Sjåstad Christiansen vor dem Trip von Dagbladet zitiert. „Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist eine der stärksten, die es gibt.“
Christiansen: „Wird immer schmerzhaft sein“
Einem Blick zurück konnte sich Christiansen nicht verschließen. „Aufgrund der Ermittlungen konnten wir damals nicht einmal in die Nähe des Zimmers gelangen, in dem er gefunden wurde“, erinnerte sich der 34-Jährige. Im Andenken an Bakken ließ die norwegische Mannschaft eine Gedenkbank anfertigen, die fortan am Lavazéjoch ihn erinnern soll.Die Biathlon-Welt trauerte um Sivert Guttorm Bakken. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
„Das ist es, was Sivert angetrieben hat: die Nähe zur Natur. Es ist wirklich schön, einen solchen Ort zu haben, an dem sich alle entspannen können“, meinte Christiansen dazu. „Es wird immer schmerzhaft und zugleich schön sein, hierher zurückzukehren.“
Untersuchungen zu Bakken nicht abgeschlossen
Auch die Besitzerin des Hotels, in dem Bakken damals untergebracht war, erinnerte sich an den Norweger. „Für mich lebt er noch, in jedem einzelnen Athleten der Mannschaft“, sagte sie. „Es gab schwierige Tage, und es ist schwer, sie zu vergessen. Ich möchte ihn einfach so in Erinnerung behalten, wie er an diesem Abend war – mit seinem wunderbaren Lächeln.“Die genauen Umstände von Bakkens Tod sind unterdessen weiterhin nicht vollständig geklärt, laut Angaben des Familienanwalts sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die zuständigen Behörden hatten unter anderem die Höhentrainingsausrüstung untersucht, die bei dem 27-Jährigen gefunden worden war. „Wir haben uns mittlerweile damit abgefunden, dass wir vielleicht nie eine endgültige Antwort bekommen werden“, so Christiansen.
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