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Klaus Höllrigl ist künftig Italiens höchster Biathlonfunktionär. © d

Italiens Biathlon unter neuer Führung: Die Südtiroler sollen's richten

Wochenlang herrschte Rätselraten um die Nachfolge von Andreas Zingerle als Cheftrainer von Italiens Biathlon-Nationalteam. Nun hat der Wintersportverband das Geheimnis gelüftet und zugleich eine ganze Reihe weiterer Personalentscheidungen bekanntgegeben.

Alexander Inderst heißt der neue hauptverantwortliche Trainer der besten Biathleten Italiens. Er tritt die Nachfolge von Andreas Zingerle an, der diese Sportart hierzulande geprägt hat wie kaum ein anderer vor ihm.


Inderst ist 44 Jahre alt, stammt aus Ridnaun und ist mit der früheren Weltklasse-Biathletin Karin Oberhofer verheiratet. Er war früher selbst Biathlet, schaffte es aber nicht bis an die internationale Spitze. Der Wipptaler ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Trainerteam der Azzurri tätig, zuletzt sollte er die B-Nationalmannschaft an die Olympischen Spiele 2026 heranführen.

Klaus Höllrigl hat das Sagen
Inderst wird künftig unter der Führung eines weiteren Südtirolers arbeiten. Klaus Höllrigl nimmt nämlich das Amt des technischen Direktors ein, der de facto als Biathlon-Verantwortlicher im italienischen Wintersportverband fungiert. Er tritt in dieser Funktion die Nachfolge von Fabrizio Curtaz an, der künftig als Leiter des Zukunftsprojektes „Milano Cortina 2026“ eingesetzt wird. Der 42-jährige Höllrigl, der in Goldrain wohnhaft ist, lief von 2003 bis 2006 im Weltcup und wechselte im Anschluss in den Betreuerstab. Zuletzt arbeitete er als Schießtrainer für Italiens Biathlonauswahl.

Alexander Inderst (l.) und Dorothea Wierer kennen sich aus ihrer Anfangszeit (im Bild das Jahr 2011) © L. Mahlknecht


Höllrigls Funktion am Schießstand wird der Finne Jonne Kähkönen einnehmen, der zuletzt in Finnland gute Arbeit verrichtet hat und künftig hauptsächlich den Azzurre zur Seite stehen wird – gemeinsam mit Mirco Romanin. Fabio Cianciana und Andrea Zattoni werden – unter der Leitung von Inderst – das Männer-Team betreuen. Neu im Boot sind außerdem Christian Favre, ehemals Servicemann von Martin Fourcade, und Italiens ehemalige Langlauf-Größe Giorgio Di Centa, die dem Technik-Stab angehören.
Der Weltcupkader steht
Die Wahl dieser Trainer hat Dorothea Wierer in ihrer Entscheidung, die Karriere um ein weiteres Jahr zu verlängern, deutlich bestärkt. Die Ausnahmeathletin aus Rasen bildet gemeinsam mit Lukas Hofer das sogenannte „Elite Team“ in der italienischen Biathlonauswahl.

Weitere 18 Athleten – darunter die Südtiroler Patrick Braunhofer, David Zingerle, Hannah Auchentaller, Irene Lardschneider, Rebecca Passler und Linda Zingerle – gehören zur Mannschaft „Milano Cortina 2026“. Alle 20 Biathleten bilden zusammen Italiens erweiterten Weltcupkader für die Saison 2022/23. Nicht mit dabei ist dagegen die 171-fache Weltcupstarterin Federica Sanfilippo, die sich bereits vergangene Saison auf eigene Faust in die Königsklasse des Biathlonsports kämpfen musste.
Italiens erweiterter Weltcup-Kader 2022/23:
Team „Elite“
Dorothea Wierer (Cavalese/Niederrasen)
Lukas Hofer (Montal)

Team „Milano Cortina 2026“
Hannah Auchtentaller (Antholz Niedertal)
Michela Carrara
Samuela Comola
Eleonora Fauner
Irene Lardschneider (Wolkenstein)
Rebecca Passler (Antholz Mittertal)
Beatrice Trabucchi
Lisa Vittozzi
Linda Zingerle (Antholz Mittertal)
Didier Bionaz
Patrick Braunhofer (Ridnaun)
Daniele Cappellari
Cedric Christille
Daniele Fauner
Tommaso Giacomel
Iacopo Leonesio
Michele Molinari
David Zingerle (Antholz Mittertal)

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