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Michael Durand beim Start (Foto: L. Mahlknecht)

Junioren-WM: Die üblichen Verdächtigen und eine dicke Überraschung

Der Einzelwettkampf der Junioren bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im slowakischen Osrblie endete mit Medaillen für die „üblichen Verdächtigen“, nämlich Athleten aus Norwegen, Deutschland und Russland. Das italienische Quartett zog sich zwar achtbar aus der Affäre, brillieren konnte jedoch niemand.


Von Luis Mahlknecht aus Orsblie



Über Nacht hatte es heftig geregnet, und so mussten die Donnerstags-Wettkämpfe zeitlich nach hinten verschoben werden, zumal regelrecht Abflusskanäle am Schießstand und auf der Strecke gegraben werden mussten.

Der Männerwettkampf blieb dabei bis zuletzt spannend, denn viele Favoriten verfehlten oftmals die Scheiben, während einige Außenseiter (u. a. der Lette Ingus Deksnis) exakt trafen. Dann aber sorgte der spät gestartete Sindre Pettersen für dreifaches präzises Schießen, machte es aber mit zwei Fehlern im letzten Anschlag nochmals spannend. Doch der Vorsprung reichte aus, der Norweger gewann souverän vor dem Deutschen David Zobel. Mit einer fulminanten Schlussrunde schnappte noch der Russe Nikita Lobastow dem Österreicher Michael Trieb die Bronzemedaille weg. Und für den Letten Deksnis, der lange von einer historischen Medaille träumen durfte, blieb dann nur mehr Rang fünf.

Bei den „Azzurri“ war an diesem trüben Vormittag Paolo Rodigari der Beste. Er lief zwar lediglich die 46. Streckenzeit, durch recht gutes Schießen (18 Treffer bei 20 Schuss) belegte er am Ende Rang 15. Zwei Plätze dahinter reihte sich der laufstarke Michael Durand ein, der aber vier Strafminuten kassiert hatte. Weiter hinten finden sich Daniele Cappellari (39.) und Luca Ghiglione (46.).

Dafür gab es am Nachmittag bei den Frauen eine faustdicke Überraschung. Und abermals sorgte eine Athletin aus Kanada hierfür. Megan Bankes blieb in allen vier Anschlägen ohne Fehler und verließ den Schießplatz mit einem breiten Lächeln. Ihr Tempo auf der immer schwerer werdenden Strecke blieb konstant gut, und so feierte sie einen großen Sieg, auch weil die Österreicherin Julia Schwaiger ausgerechnet den letzten Schuss verballerte und sich mit Silber „begnügen“ musste. Mit Bronze meldete sich die Deutsche Anna Weidel positiv zurück, nachdem sie auch eine schwächere Periode durchleben musste.

Italiens Mädchen liefen ein durchaus positives Rennen, wobei die schnelle Michela Carrara zu viele Fehler schoss und nur 42. wurde. Besser machten es Ginevra Rocchia als 23. und Rachele Fanesi als 31..

Autor: sportnews

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