e Biathlon

Dominik Windisch beendet seine Karriere. © APA / BARBARA GINDL

Karriereende! Dominik Windisch hat genug vom Biathlon

Paukenschlag für Italiens Biathlon-Sport: Dominik Windisch hat am Montagabend sein Karriereende bekanntgegeben. Er geht mit 3 Olympia- und 3 WM-Medaillen in den Ruhestand.

Windisch teilte auf einer eigens einberufenen Online-Pressekonferenz mit, dass er nach dem Ende dieser Saison seine aktive Sportlerlaufbahn beenden werde. Beim Weltcup-Finale in Oslo in dieser Woche wird der 32-Jährige also ein letztes Mal im Konzert der Großen mitmischen. Mit dem Rücktritt von Windisch verliert das italienische Biathlon nicht nur einen Sympathieträger, sondern auch seinen erfolgreichsten Athleten der beiden letzten Jahrzehnte.


Seit der Saison 2011/12 war Windisch ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Zu seiner Anfangszeit war auch noch sein älterer Bruder Markus im Weltcup vertreten. Seinen größten Erfolg feierte Dominik Windisch 2019 bei der Weltmeisterschaft in Östersund, als er überraschenderweise im Massenstart Gold gewann. Bei den Titelkämpfen in Schweden holte Windisch zudem die Bronzemedaille mit der Mixed-Staffel. Auch bei der Heim-WM in Antholz ein Jahr später durfte Windisch mit der gemischten Staffel jubeln – damals gab es für ihn, Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer und Lukas Hofer Silber.

2019 kürte sich Windisch in Östersund zum Weltmeister. © AFP / JONATHAN NACKSTRAND


Dazu nahm der Pusterer drei Mal an Olympischen Spielen teil. 2014 in Sotschi gab es Bronze mit der Mixed-Staffel. 4 Jahre später in Pyeongchang holte Windisch gleich zwei Mal Bronze – und zwar im Sprint und mit der gemischten Staffel. Es waren dies die einzigen beiden Medaillen für Südtirol überhaupt in Südkorea. Der Pusterer ist bei Großereignissen also stets zu seiner Hochform aufgelaufen. Insgesamt stand Windisch im Weltcup bei einem Einzelrennen vier Mal am Podium – darunter auch bei seinem Massenstart-Sieg 2016 im kanadischen Canmore.
„Ich habe mir das gut überlegt.“ Dominik Windisch zu seinem Rücktritt

Nun zieht sich Windisch, der über Jahre ein verlässlicher Schlussläufer der italienischen Staffeln war, also vom Leistungssport zurück. „Ich habe mir das gut überlegt. Den Gedanken habe ich schon das ganze Jahr herumgetragen. Die Vorbereitung auf die Saison ist eigentlich gut verlaufen. Der Winter war dann mit vielen Schwierigkeiten verbunden – auch wegen der Corona-Thematik. Ab Jänner wurde die Saison dann aus sportlicher Sicht besser. Höhepunkt in diesem Winter war sicherlich der 5. Platz beim olympischen Massenstart. Danach habe ich mir gedacht, dass es das jetzt sein könnte. Auch wenn ich mir nicht sicher war, ob ich nicht noch ein Jahr dranhängen soll. Nach vielen Gesprächen mit der Familie und den Coaches habe ich mich schlussendlich doch für den Rücktritt nach dieser Saison entschieden – auch, weil ich keine neuen Ziele mehr hatte. Ich habe immer alles gegeben. Jetzt möchte ich in Oslo noch gut abschließen und ab April meine weitere Zukunft planen“, erklärte Windisch nach seinem Rücktritt.

Beim Weltcup-Finale am Holmenkollen wird Windisch auf alle Fälle den Sprint am Freitag bestreiten. Dazu könnte er sich noch für die Verfolgung am Samstag und den abschließenden Massenstart am Sonntag qualifizieren. Fest steht: Nach Manfred Mölgg hat ein weiterer erfolgreicher Wintersportler aus Südtirol einen Schlussstrich gezogen.

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