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Nicht nur die Zuschauertribünen, ganz Ruhpolding und Umgebung sind tief eingeschneit. © Weltcup Ruhpolding

Katastrophenalarm: Sprint am Mittwoch abgesagt – UPDATE

Das anhaltende Schneechaos in Teilen Bayerns hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding zu einer Verschiebung des Männer-Sprints am Mittwoch geführt.

„Nach Mitteilung des Landratsamtes Traunstein steht die Durchführung eines Wettkampfes in absolutem Widerspruch zum anhaltenden Katastrophenfall. Deshalb wird der Sprintwettbewerb der Männer am Mittwoch nicht durchgeführt“, teilten die Organisatoren mit. Man werde aber versuchen, „alle sechs Wettkämpfe in den darauffolgenden Tagen durchführen zu können.“

Ersatztermin am Donnerstag

Für das 10-km-Rennen wurde aber prompt ein Ersatztermin gefunden: Er soll am Donnerstag um 11 Uhr über die Bühne gehen. Somit stehen am ersten Wettkampftag nun zwei Rennen auf dem Programm: Nach dem Männer-Sprint findet um 14.30 Uhr der Sprint der Frauen über 7,5 km mit der Gesamtweltcupführenden Dorothea Wierer statt. Für Freitag (Frauen) und Samstag (Männer) sind die Staffeln geplant. Die Massenstartrennen schließen die Veranstaltung am Sonntag ab. Wann der Männer-Sprint gestartet wird, steht noch nicht fest.

Räumgeräte werden anderweitig benötigt

Noch am Montag hatten sich die Organisatoren „hoffnungsvoll“ gezeigt, die Rennen wie geplant durchführen zu können. „Die derzeitigen Wetterprognosen stimmen uns zuversichtlich, dass wir den Weltcup durchführen können“, hatte Bürgermeister und OK-Chef Claus Pichler gesagt. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt angesichts der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen und der Schneemassen schon die Eröffnungsfeier am Dienstagabend abgesagt worden.
Im Bereich der Chiemgau Arena wurden für die Weltcup-Vorbereitungen
„Sicherheit der Bevölkerung hat Vorrang“
Bürgermeister Claus Pichler
keine Helfer aus den Reihen der Bundeswehr oder der Rettungsorganisationen eingesetzt. Schweres Gerät aus der Arena wurde wegen des Katastrophenfalls in anderen Gemeinden eingesetzt. Dies erschwerte die Vorbereitung des Weltcups. Aber es verstehe „sich von selbst, dass die Sicherheit der Bevölkerung Vorrang vor der Durchführung einer Sportveranstaltung hat“, sagte Pichler. Er hoffe, „dass sich die Gefahrensituationen in unserer Region möglichst schnell bereinigen lassen und die Wettkampftage für alle Sportler und Besucher einen guten Verlauf nehmen.“

Autor: sid/fop

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