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Chloe Chevalier, Dorothea Wierer und Elvira Öberg (v.l.) kletterten aufs Podium. © APA/afp / VINCENZO PINTO

Knaller zum Auftakt! Wierer siegt in Antholz

Was für ein Traum-Start beim Biathlon-Weltcup in Südtirol: Dorothea Wierer hat sich am Donnerstag in Antholz vor mehr als 10.000 Zuschauern mit einer sagenhaften Vorstellung den Sieg gekrallt.

Aus der Südtirol Arena in Antholz

Von:
Alexander Foppa

Zwar war die Südtirol Arena am Donnerstagnachmittag nicht annähernd ausverkauft, Dorothea Wierer brachte die Stimmung auf den Rängen und entlang der Strecke aber bereits im ersten Rennen zum Brodeln. Als sie die Ziellinie passierte, wurde es schließlich richtig laut: Die Lokalmatadorin aus Niederrasen sicherte sich den Sieg im Damen-Sprint!


Gerade einmal 21 Minuten benötigte Wierer, um die 7,5 Kilometer runterzuspulen und zehn Patronen ohne Wimpernzucken ins Ziel zu setzen. Am Schießstand agierte sie wie gewohnt im Eiltempo, in der Loipe baute sie beständig Tempo auf. Deshalb wusste die 32-Jährige bei ihrer Zielankunft: das könnte heute für ganz vorne reichen.

Eine Außenseiterin lässt alle zittern

Ein Mal musste Wierer aber noch zittern, nämlich als die ebenfalls fehlerfreie Chloe Chevalier auf die Schlussrunde ging. Sie stand in ihrer Karriere bislang noch nie auf dem Podium, lag nach dem letzten Schießen aber plötzlich sechs Sekunden vor Wierer. Chevalier büßte ihren Vorsprung auf dem letzten Kilometer aber ein und passierte im Herzschlagfinale schließlich mit einem Rückstand von 2,8 Sekunden die Ziellinie. Damit war Wierers Heimsieg in Stein gemeißelt. Rang drei belegte die schwedische Gesamtweltcup-Zweite Elvira Öberg, die ebenfalls ohne Strafrunde blieb.

Für die Ausnahmekönnerin aus dem Pustertal ist dies der fünfte Erfolg im heimischen Tal, die neunte Podiumsplatzierung insgesamt in der Südtirol Arena. Letztmals stand sie vergangenes Jahr im Massenstart zuhause am Podium ganz oben. Zugleich ist dies auch Wierers erster Saisonsieg und damit der vorläufige Höhepunkt ihrer seit Wochen steigenden Formkurve. Wierer hat drei Wochen vor WM-Beginn eindrucksvoll bewiesen: Mit ihr ist bei der Medaillenvergabe zu rechnen!

Dorothea Wierer leistete sich keinen einzigen Fehlschuss. © APA/afp / VINCENZO PINTO


Lisa Vittozzi, die zwei Extraschleifen absolvieren musste, rutschte mit der 13. Zeit aus den Top Ten. Samuela Comola belegte Position 25, während sich die jungen Antholzerinnen Hannah Auchentaller und Rebecca Passler jenseits der Punkteränge platzierten. Als 42. bzw. 54. werden aber beide am Samstag bei der Verfolgung am Start sein und somit ihr zweites Weltcuprennen vor heimischem Publikum bestreiten.

Nach Wierers Coup zum Auftakt richtet sich der Fokus der Biathlonfans in Antholz nun auf die Männer. Diese bestreiten am Freitag um 14.30 Uhr ihren Sprintbewerb.

Das Ergebnis:



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