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Ingrid Landmark Tandrevold muss um ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen zittern. © APA/afp / MICHAL CIZEK

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Ingrid Landmark Tandrevold muss um ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen zittern. © APA/afp / MICHAL CIZEK

Kriselndem Norwegen-Star droht bitteres Olympia-Aus

Die olympischen Wettkämpfe in Antholz rücken immer näher. Mit Ingrid Landmark Tandrevold ist ein großer Name davon aber noch weit entfernt.

Im Biathlon ist nichts selbstverständlich – selbst für die großen Kaliber des Sports. „Zuerst muss ich überhaupt die Olympischen Spiele erreichen. Im Moment ist das nicht garantiert“, meinte Ingrid Landmark Tandrevold im Interview mit TV2 auf die Frage hin, ob sie und ihr Umfeld bereits in Stimmung für die Olympischen Spiele (6. bis 22. Februar 2026) seien. „Es lief schlechter, als ich hoffen, träumen oder mir vorstellen konnte. Ich versuche, so viel wie möglich daraus zu lernen, auch wenn das Gesamtbild im Moment sehr negativ ist.“


Mit vier WM-Goldmedaillen und zwei kleinen Kristallkugeln im Trophäenschrank feierte die 29-jährige Norwegerin bereits große Erfolge. Zurzeit durchschreitet sie jedoch ein sportliches Tal. Eine Herzrhythmusstörung warf Tandrevold immer wieder zurück, auch nach einer Operation kämpfte sie mit Schwierigkeiten. Imvergangenen März feierte sie zwar einen Sieg im Sprint von Nove Mesto – dieser sollte jedoch eine Ausnahme bleiben. Mit Ausnahme der Staffeln war ein elfter Platz im Einzel von Östersund ihr bestes Ergebnis im laufenden Weltcup-Winter. Für norwegische Verhältnisse zu wenig.

Tandrevold droht Olympia zu verpassen

„Wir wollen Athletinnen zu den Spielen mitnehmen, die konstant unter den Top Ten sind. Im Moment haben wir vielleicht zwei bis vier, die sich diesem Niveau annähern“, erklärte der norwegische Nationaltrainer Sverre Huber Kaas. „In den verbleibenden Rennen vor Olympia müssen wir einen deutlichen Qualitätssprung machen.“

Ingrid Landmark Tandrevold durchschreitet ein sportliches Tal. © ANSA / MARTIN DIVISEK

Ingrid Landmark Tandrevold durchschreitet ein sportliches Tal. © ANSA / MARTIN DIVISEK


Vor allem Maren Kirkeeide und Karoline Knotten konnten in dieser Saison ordentlich auftrumpfen. Von den restlichen Athletinnen wie etwa Tandrevold erwarten sich die Verantwortlichen bis Februar noch deutlich mehr. „Ich kann das olympische Team jetzt noch nicht nominieren“, erhöhte Huber Kaas den Druck. „Mit Ingrids Erfahrung sollte sie eigentlich gut sein, aber im Moment könnten wir sie nicht auswählen.“

Bjørndalen traut Tandrevold alles zu

Mit Ole Einar Bjørndalen stärkte eine norwegische Biathlon-Legende der kriselnden Tandrevold den Rücken. „Ich mache mir keine Sorgen, dass sie sich für die Olympischen Spiele qualifizieren kann. Die eigentliche Frage ist, ob sie rechtzeitig in Form kommt. Sie muss sich sowohl körperlich als auch im Schießen verbessern, wenn sie Medaillenchancen haben will“, meinte er. „Die Teilnahme an Olympia ist nicht das Problem. Jetzt hat sie die Möglichkeit, gut zu trainieren, gesund zu bleiben und vor allem mental zu arbeiten. Das wird den Unterschied machen.“

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