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Lisa Vittozzi will endlich wieder angreifen. © ANSA / KIMMO BRANDT

Lisa Vittozzi: „Manchmal habe ich den Sport gehasst“

Noch vor einigen Jahren zählte Lisa Vittozzi zu den besten Biathletinnen der Welt. In den vergangenen Wintern musste sie jedoch einige schwierige Momente durchleben. Darüber hat die Italienerin kürzlich in einem Interview gesprochen.

Mit Blick auf die neue Saison hat Vittozzi Änderungen vorgenommen. Die 27-Jährige hat sich bereits Ende April einer Operation unterzogen, um ihre Nasenscheidewandverkrümmung zu beheben. Zudem gab Vittozzi in der vergangenen Woche bekannt, dass sie einen Materialwechsel vollzogen hat. Sie wechselte von ihrem langjährigen Partner Rossignol zu Salomon.


In der Vorbereitung trainiert Vittozzi zumeist mit den jungen Mädels um Rebecca Passler, Hannah Auchentaller und Linda Zingerle. Kürzlich wurde sie von der Internationalen Biathlon Union (IBU) gefragt, ob sie sich in diesem Team als Leaderin sehe: „Ob ich eine Leaderin für das Team bin? Ich bin noch jung“, fügte Vittozzi lachend hinzu. „Aber wenn ich meinen Teamkolleginnen helfen kann, sich weiterzuentwickeln, und sei es auch nur, indem ich eine Bezugsperson bin, die sie im Training verfolgen können, bin ich sehr glücklich darüber.“

Vittozzi kämpferisch
In der Saison 2018/19 landete Vittozzi im Gesamtweltcup noch auf Rang 2 – hinter Dorothea Wierer. In den letzten drei Jahren hatte die Biathletin aus Sappada/Plodn aber immer wieder mit Problemen zu kämpfen – vor allem beim Liegendschießen. „Letztes Jahr habe ich viel am mentalen Aspekt gearbeitet, während ich dieses Jahr zu den Grundlagen des Biathlons zurückkehren will.“
„Ich habe einige sehr dunkle Tage erlebt.“ Lisa Vittozzi

Für Vittozzi waren die letzten Jahre aus sportlicher Sicht nicht immer einfach zu verarbeiten: „Ich habe gelernt, zu leiden, aber nicht aufzugeben; weiter für meine Ziele zu kämpfen, auch wenn alles schief zu gehen schien. Ich habe einige sehr dunkle Tage erlebt, in denen ich den Sport gehasst habe, aber am Ende haben mir meine Leidenschaft und meine Entschlossenheit geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Ich weiß, dass ich das auch weiterhin tun werde, bis ich meine Ziele erreicht habe.“ Das große Fernziel von Vittozzi seien die Olympischen Spiele 2026, bei denen die Biathlon-Wettkämpfe in Antholz stattfinden.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

ganz starkes Mädchen, wie sie (daneben) geschossen hat ohne zu verzweifeln, das ist Klasse

19.07.2022 21:04

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