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Im Zielraum wurde Hofer vom gesamten italienischen Team gefeiert. © APA/afp / ANDERS WIKLUND

Lukas Hofer im siebten Himmel: „Super happy“

Mit einer perfekten Vorstellung hat Lukas Hofer am Freitag den Sprint beim Weltcup-Finale in Östersund für sich entschieden. Der Montaler strahlte bei der Pressekonferenz nach dem Rennen bis über beide Backen. Das war auch trotz des Mund-Nasen-Schutzes erkennbar.

„Es war heute ein perfektes Rennen. Am Anfang habe ich mich zwar noch etwas müde gefühlt, aber ich wurde dann besser und besser. Am Schießstand habe ich mich immer gut gefühlt“, analysierte der Montaler seine Vorstellung. Auf die Frage, warum er sieben Jahre gebraucht hat, um wieder ein Weltcup-Rennen zu gewinnen, gab Hofer lachend zur Antwort: „Wenn ich das wüsste, dann wurde ich es jetzt sofort ändern. Ich war oft nah dran, oft hat nur ein Schuss gefehlt.“


Dass Hofer „nur“ zum zweiten Mal bei einem Weltcup-Rennen ganz oben gestanden hat, kommt aber nicht von irgendwoher, das wusste auch der 31-Jährige: „Das Level bei den Herren wird immer besser, so viele Athleten können ein Rennen gewinnen. Jedes Detail kann entscheiden, ob du am Ende auf dem Podium, in den Top 10 oder überhaupt in den Top 20 landest“, erklärte Hofer. Vom Aufhören will er aber noch lange nichts wissen: „Biathlon macht mir immer noch großen Spaß, es macht mich glücklich, dass ich jeden Tag auf den Skiern stehen und das, was ich liebe, tun kann. Ich sehe zuversichtlich auf ein paar Jahre mehr. Ich weiß nicht wie lange, aber noch ist jedes Rennen etwas Besonderes für mich.“

Großes Lob von der Konkurrenz
Auch Hofers Kontrahenten wussten, dass der Azzurro am Freitag nahezu unschlagbar war. „Nach dem Stehendschießen war ich 5 Sekunden hinter ihm“, sagte der Schwede Sebastian Samuelsson, der am Ende Zweiter wurde. „Ich habe in der Loipe danach alles gegeben, kam einmal sogar auf drei Sekunden ran. Er war heute aber zu stark. Trotzdem freue ich mich über den zweiten Platz hier in meiner Heimat.“ Der Dritte, Tarjei Bø (Norwegen), fand auch jede Menge Lob für Hofer: „Was er heute geleistet hat, war unglaublich. Es war ein so starkes Rennen von ihm. Wenn ich mein Rennen analysiere und heute perfekt gewesen wäre, dann hätte ich höchstens noch fünf Sekunden rausholen können. Nicht einmal dann hätte es auf Luki gereicht.“

Für die Südtiroler hätte der Auftakt beim Weltcup-Finale in Östersund besser fast nicht laufen können. Dorothea Wierer war beim Sprint der Damen die zweitbeste hinter Tiril Eckhoff und auch Dominik Windisch zeigte eine starke Vorstellung und landete auf Platz 27.

Autor: fs

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