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Zeigte auf: Lukas Hofer. © NordicFocus / NordicFocus

Lukas Hofer tankt in Antholz mächtig Selbstvertrauen

Lukas Hofer hat beim Massenstart in Antholz ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Für die deutschen Biathlon-Herren ging indes eine lange Durststrecke zu Ende.

Unverhofft kommt oft: Eigentlich hätte Lukas Hofer am Massenstart von Antholz gar nicht teilnehmen sollen bzw. dürfen. Weil aber mehrere Athleten aus den Top-25 der Weltcup-Gesamtwertung verzichteten, rückte der Montaler nach. Und tankte im Hinblick auf die Olympischen Spiele noch einmal mächtig Selbstvertrauen: Hofer landete auf Rang 9 und heimste so sein zweitbestes Saisonergebnis ein. Nur Anfang Dezember war er mit Platz 7 in Östersund besser.


Für den 32-Jährigen, der in der heurigen Saison noch nicht richtig auf Touren gekommen war und auch schon eine Pause eingelegt hatte, ist dieses Ergebnis wie Balsam auf der Seele. Bei windigen Bedingungen am Schießstand ließ er zwar bei jedem Anschlag jeweils eine Scheibe stehen, präsentierte sich dafür aber in der Loipe umso schneller und machte Position um Position gut. Nach dem ersten Schießen lag Hofer noch auf Rang 17, die Ziellinie überquerte er dann auf Rang 9 hinter dem geschlagenen Weltcup-Gesamtführenden Quentin Fillon Maillet, der insgesamt 6 Fahrtkarten schoss.

Benedikt Doll siegt
An der Spitze des Feldes gab es unterdessen einen spektakulären Zweikampf zwischen dem Norweger Johannes Thingnes Bø und dem Deutschen Benedikt Doll. Spannung pur herrschte beim vierten und letzten Schießen: Bø bog als erster auf den Schießstand ein, schoss aber ein Mal daneben. Doll behielt die Nerven, traf alle fünf Scheiben und übernahm so die Führung, die er dank einer herausragenden letzten Runde souverän verteidigte. Schlussendlich lief er einen Vorsprung von einer halben Minute heraus und konnte die Zieleinfahrt in die menschenleere Südtirol Arena genießen. Platz 3 ging an Sturla Holm Lægreid.

Benedikt Doll siegte in Antholz. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Damit gehen gleich zwei lange Durststrecken zu Ende: Benedikt Doll triumphierte letztmals im Dezember 2019 bei einem Weltcuprennen. Und für die deutschen Biathlon-Herren gibt es nun in Antholz endlich wieder einmal einen Einzel-Sieg zu bejubeln: Letztmals stand 2016 mit Simon Schempp ein Athlet der so stolzen Biathlon-Nation auf dem obersten Treppchen.
Das weitere Antholz-Programm
Weiter geht's in Antholz bereits um 15 Uhr, wenn die Damen ihren Staffel-Bewerb austragen. Am Sonntag sind die Herren-Quartette dran (12.15 Uhr), ehe die Damen mit ihrem Massenstart das Antholz-Wochenende abrunden (15.15 Uhr). Es wird dies zeitgleich das letzte Biathlon-Rennen vor den Olympischen Spielen sein.

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