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Einar Hedegart wechselte vom Langlauf in den Biathlon. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / REBECCA VILLAGRACIA

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Einar Hedegart wechselte vom Langlauf in den Biathlon. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / REBECCA VILLAGRACIA

Mega-Frust und Selbstzweifel: Biathlet stellt Zukunft in Frage

Der Name Einar Hedegart sorgte im Sommer für viele Schlagzeilen. Nach seinem vollzogenen Wechsel in den Biathlon erlebte der Langlauf-Olympiasieger nun einen weiteren Wettkampf zum Vergessen – und denkt an einen Rücktritt.

Der Norweger blieb beim Rollski-Sprint der nationalen Meisterschaften im Stehendschießen ohne einen einzigen Treffer und kam anschließend mit deutlichen Selbstzweifeln zu Wort. Fünf Schüsse, fünf Fehler – ein solches Ergebnis hatte Hedegart nach eigenen Angaben noch nie erlebt. „Ich habe noch nie fünfmal danebengeschossen“, sagte der 24-Jährige bei TV 2. Die Konsequenzen waren entsprechend gravierend: Mehr als dreieinhalb Minuten fehlten ihm im Ziel auf den siegreichen Johan-Olav Botn, ein enttäuschender 20. Rang ist weit von seinen eigenen Erwartungen entfernt.


Dabei sieht Hedegart seine Probleme nicht in der körperlichen Verfassung. Im Training befinde sich der zweimalige Langlauf-Olympiasieger, der mit seinem Wechsel in den Biathlon für viel Aufsehen gesorgt hatte, auf einem „sehr hohen Niveau“, schaffe es derzeit aber nicht, diese Leistungen auch im Wettkampf abzurufen. Dass sich die Schwierigkeiten beim Schießen wiederholen, setzt ihm zunehmend zu.

Hedegart stellt seine Zukunft in Frage

Seine Frustration ging nach dem Rennen sogar so weit, dass Hedegart seine sportliche Zukunft infrage stellte. Auf die Frage nach seiner Motivation erklärte er, er könne ebenso gut nach Hause nach Trøndelag ziehen und sich einen Job suchen. Auch seine Entscheidung für den eingeschlagenen Weg stellte er infrage: „Ich habe offensichtlich nicht den richtigen Weg gewählt.“

Im Langlauf war Hedegart obenauf, im Biathlon tut sich der Norweger noch schwer. © ANSA / Geir Olsen

Im Langlauf war Hedegart obenauf, im Biathlon tut sich der Norweger noch schwer. © ANSA / Geir Olsen


Viel Zeit will sich der Norweger allerdings offenbar nicht mehr geben. Auf die Frage, wie viele weitere Rückschläge er noch hinnehmen könne, bevor er das Gewehr beiseitelegt, antwortete Hedegart: „Noch zwei.“ Gemeint sind der nächste Wettkampf und der Sprint zum Saisonstart.

Botn glaubt nicht an Hedegart-Rücktritt

Johan-Olav Botn, der den Wettkampf gewann, versuchte derweil, die Aussagen seines Landsmanns einzuordnen. „Als ich das letzte Mal mit ihm gesprochen habe, hatte er einen etwas größeren Blick auf die Dinge als nur zwei Skirennen. Ich hoffe, dass er aus Frust spricht und noch einmal darüber nachdenkt“, erklärte er.

Für Botn wäre ein endgültiger Abschied vom Langlauf ohnehin schwer vorstellbar. „Sonst hat er ziemlich viele Leute im Verband getäuscht, damit er ein Programm bekommt, das viel zu gut ist, um sich dem Langlauf zu widmen“, unterstrich der Biathlon-Star.

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