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Hannah Auchentaller war nach dem Zieleinlauf ausgepowert. © Teyssot / Pierre Teyssot

Mittendrin statt nur dabei: Die Premiere der Antholzer Mädchen

Dorothea Wierer hat den Sprint in Antholz gewonnen. Aus Südtiroler Sicht gab es beim Auftakt-Rennen am Donnerstag allerdings eine weitere schöne Geschichte. Hannah Auchentaller und Rebecca Passler haben nämlich ihre Premiere vor dem Heim-Publikum gegeben. Diesen besonderen Tag konnten die beiden Antholzerinnen auch noch gemeinsam erleben.

Aus der Südtirol Arena in Antholz

Von:
David Lechthaler

Rebecca Passler und Hannah Auchentaller haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sind 21 Jahre alt und kommen aus Antholz. In der Vorsaison feierten beide jeweils ihr Debüt im Weltcup. Am Donnerstag erlebten die beiden Südtirolerinnen einen weiteren besonderen Moment – und zwar gemeinsam. Zum ersten Mal waren Passler und Auchentaller am Donnerstag bei ihrem Heim-Weltcup in Antholz quasi mittendrin statt nur dabei. Und es wird eine Fortsetzung geben: Mit den Plätzen 42 (Auchentaller) und 54 (Passler) haben sie sich beide für die Verfolgung am Samstag qualifiziert.


Auchentaller hat ihre ersten Weltcup-Punkte nur ganz knapp verpasst. Trotzdem wirkte sie nach dem Rennen irgendwie erleichtert. Vor der Heim-Premiere war die Anspannung naturgemäß groß. „Hier zu starten, ist für mich eine Ehre. Ich habe nicht damit gerechnet. Glücklicherweise ist es dann im IBU-Cup (ein Sieg und ein zweiter Platz; Anm. d. Red.) gut für mich gelaufen. So habe ich die Möglichkeit bekommen. Zuhause zu laufen, ist etwas Spezielles. Ich war sehr nervös vor dem Start, aber ich habe versucht, nicht nach links oder rechts zu schauen, sondern einfach mein Ding durchzuziehen“, erklärte Auchentaller.

Früher noch selbst Autogramme gesammelt

Mit ihrer Leistung war Auchentaller ganz zufrieden: „In der Loipe habe ich mich gut gefühlt. Um in die Punkteränge zu kommen, habe ich allerdings am Schießstand einen Fehler zu viel gemacht.“ Auf die Frage, wie besonders es war, für sie zuhause zu laufen, entgegnete sie: „Ich habe erst kürzlich mit Rebby darüber gesprochen. Vor einem Jahr waren wir hier auf der Tribüne. Seit wir drei Jahre alt sind, sind wir praktisch jedes Jahr beim Weltcup dabei gewesen. Es gab auch Zeiten, da haben wir die Autogramme gesammelt.“
„Seit wir drei Jahre alt sind, sind wir praktisch jedes Jahr hierhergekommen.“ Hannah Auchentaller

Die Tatsache, dass „Doro“ Wierer bei Auchentallers Premiere auch noch den Sieg holte, mache die Sache noch besonderer: „Wer hätte jemals gedacht, dass das alles so kommen würde? Ich bin sehr happy, dass ich am Samstag wieder starten darf“, so Auchentaller.

Rebecca Passler ist heuer im Weltcup eine fixe Konstante. Im Sprint wurde sie schon einmal 17. und mit der Damen-Staffel stand sie bereits zwei Mal am Podium. Ganz zufrieden war sie am Donnerstag mit Rang 54 nicht, immerhin ist aber auch sie in der Verfolgung dabei.

Rebecca Passler bei ihrem Antholz-Debüt. © Dmytro Yevenko


Ihr Rennen analysierte Passler folgendermaßen: „Der Anfang war schwer. Ich habe nicht ganz kapiert, wie der Wind heute dreht. Ich wusste nicht ganz, ob ich drehen soll oder nicht. Am Ende habe ich nicht gedreht (am Diopter Anm. d. Red.) und habe zwei Fehler geschossen. Anschließend habe ich versucht, das auszublenden. Ich habe nochmal alles gegeben. Leider ist mir noch ein Fehler passiert.“
„Mein Antholz-Debüt mit Hannah zu erleben, macht die Sache noch besonderer“ Rebecca Passler

Auch zu ihrem Nervenkostüm vor dem Antholz-Debüt hat sich Passler geäußert: „Ich war schon nervös. Ich wusste, dass heute alle (Freunde, Familie etc.) da sind. Alle haben mir davor gesagt, dass ich ruhig bleiben soll und dass es ein ganz normales Rennen sei. Aber es ist halt nun mal kein normales Rennen (lacht). Die ganze Sache gemeinsam mit Hannah zu erleben, macht die Sache noch Besonderer.“

Anschließend fragte Passler in der Mixed Zone gleich nach, wie es bei ihrer Freundin aussieht, da Auchentaller ja deutlich nach ihr ins Rennen gegangen war. Fakt ist: Das nackte Ergebnis rückte angesichts dieser besonderen Geschichte auch ein wenig in den Hintergrund. Am Samstag (ab 15 Uhr) gibt es für die beiden Top-Talente dann die nächste Chance, sich vor eigenem Anhang zu beweisen.

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