
Wolfgang Pichler zählt zu den erfolgreichsten Biathlon-Trainern aller Zeiten.
Neue, harte Linie: Österreichs Biathleten sollen schwitzen
Um Österreichs Biathlon wieder salonfähig zu machen, setzt der ÖSV auf einen erfahrenen Mann: Wolfgang Pichler (71) gilt in der Szene als harter Hund und hat volle Rückendeckung vom Verband.
06. Mai 2026
Von: cst
Verkehrte Nationenwelt im Biathlon-Zirkus: Eine österreichische Trainerin soll Deutschlands Frauenteam auf Vordermann bringen, ein Deutscher soll den Österreichern Beine machen. Der ÖSV hat mit Wolfgang Pichler ein Biathlon-Mastermind installiert, das die Skijäger aus der Alpenrepublik zurück an die Weltspitze führen soll.
Offiziell fungiert Pichler, der aus Bayern stammt und große Erfolge im Biathlon vorweisen kann, als Berater. Der 71-Jährige gibt die zukünftige Linie in Österreich vor. Als erste Amtshandlung hat er mit Felian Schubert (Männer) und Markus Fischer (Frauen) zwei Landsmänner als Cheftrainer installiert. Pichler soll auch den ehemaligen Biathleten Christoph Sumann entlasten, der nach einer schwachen Entwicklung im letzten Jahr stark in die Kritik geraten war.
Pichler räumt nach seinen Vorstellungen auf
Wie die Kronen Zeitung berichtet, hat Pichler umgehend mit „Aufräumarbeiten“ nach seinen Vorstellungen begonnen. Pläne von Sumann soll Pichler verworfen haben – auch was die Bestellung der neuen Trainer angeht. So war ursprünglich der Oberösterreicher Reinhard Gösweiner (er führte Dominik Landertinger an die Weltspitze) als Frauen-Cheftrainer vorgesehen. Auch weitere Trainerbesetzungen soll Pichler radikal verändert haben.Anna Gandler ist die größte Hoffnungsträgerin im österreichischen Biathlon. © APA / GEORG HOCHMUTH
Von ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher gibt es volle Rückendeckung für den Deutschen. Österreichs Biathleten haben in den vergangenen Monaten sukzessive abgebaut. In der Weltspitze war so gut wie niemand vertreten, vor allem bei den Männern gab es grobe Probleme mit den Resultaten. Bei den Frauen sorgte Lisa Theresa Hauser immerhin für ein paar Glanzlichter, wenngleich die Nordtirolerin ebenfalls nicht an die Ergebnisse der letzten Jahre anschließen konnte – doch die 32-Jährige beendete im Frühling ihre Karriere.Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)