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Die Norweger bejubeln einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Norwegen gewinnt dramatische Staffel – Südtiroler patzen

Norwegens Biathleten haben die Olympia-Staffel in einem hoch spannenden Finish für sich entschieden. Bei den Azzurri gaben ausgerechnet die gewohnten Leistungsträger eine Spitzenplatzierung aus der Hand.

Von:
Alexander Foppa

Norwegen hat sich nach einer dramatischen Schlussrunde Olympia-Gold in der Staffel der Männer geholt. Dieses schien bereits außer Reichweite, ehe dem russischen Schlussläufer Eduard Latypov völlig die Nerven versagten. Er zielte im letzten Stehend-Schießen reihenweise daneben und gab so einen haushohen Vorsprung aus der Hand.


Vetle Sjaastad Christiansen, der bis dahin Schwierigkeiten in der Loipe hatte, nutzte die Gunst der Stunde, mobilisierte die letzten Kraftreserven und führte Norwegen zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. Die bis dahin makellosen und schlichtweg überragenden Russen mussten sich hinter Frankreich mit dessen schillerndem Star Quentin Fillon Maillet mit Bronze zufrieden geben. Deutschland ging im Vierkampf um drei Medaillen am Ende völlig leer aus.

Italien bis zur Halbzeit auf Kurs
Lange Zeit schien es so, als könne auch Italien im Kampf um die Medaillen mitmischen. Thomas Bormolini und der junge Tommaso Giacomel zeigten eine ganz starke Vorstellung und führten die Azzurri mit insgesamt nur fünf Nachladern an die Podiumsplätze heran, so übernahm Lukas Hofer fast zeitgleich mit den drittplatzierten Belarussen.

Lukas Hofer (r.) musste in der Loipe Überstunden leisten © ANSA / CHRISTIAN BRUNA


Der Montaler, der am Sonntag in der Verfolgung haarscharf an Bronze vorbeigeschrammt ist, hatte im Liegendanschlag allerdings große Probleme. Er zielte mehrfach daneben und musste ein Mal in die Strafrunde. Selbiges Schicksal widerfuhr wenig später auch Dominik Windisch, der von Hofer an Position fünf ins Rennen geschickt wurde. Auch der Rasner musste ein Mal in die Strafrunde. Am Ende brachte er Italien als Siebtes ins Ziel. Die Azzurri waren damit zwar deutlich besser als vor vier Jahren in Pyeongchang, als sie abgeschlagen auf Rang zwölf landeten, aufgrund des Rennverlaufs dürfte die Enttäuschung aber dennoch spürbar sein.

>>> Den kompletten Rennverlauf gibt's hier zum Nachlesen <<<

Weiter geht es in den Olympischen Biathlonbewerben bereits am Mittwochvormittag mit der Staffel der Frauen.


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