
Hanna Öberg leitete den schwedischen Sieg ein. © ANSA / Kimmo Penttinen
Öberg-Meisterleistung garantiert den Staffel-Sieg
Während Schweden am Sonntag in der Team-Staffel jubelte, hatten Italiens Biathletinnen um Hannah Auchentaller wenig zu feiern.
08. März 2026
Von: tu
Die Damen-Staffel eröffnete am Sonntag den letzten Wettkampftag der Weltcupstation in Kontiolahti. Die Azzurre hielten dank Hannah Auchentaller und Michela Carrara zunächst zwar gut mit und waren lange im Kampf um die Spitzenplätze dabei, doch zwei Strafrunden von Martina Trabucchi machten alle Hoffnungen zunichte. Ganz vorne setzte sich Schweden (4 Nachlader/0 Strafrunden) im Duell mit Frankreich (3 Nachlader/0 Strafrunden) durch und gewann mit 40,6 Sekunden Vorsprung, Norwegen (10 Nachlader/1 Strafrunde) sicherte sich mit 1.06,8 Minuten Rückstand Rang drei.
Bis zum dritten Wechsel war die Damen-Staffel dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Frankreich, Schweden und Norwegen. Die Vorentscheidung fiel dann mit der dritten Starterin: Hanna Öberg zeigte für Schweden eine starke Leistung, traf alle ihre Scheiben blitzschnell und setzte sich entscheidend ab. Während Karoline Knotten für Norwegen und Oceane Michelon für Frankreich etwas nachließen, übergab Öberg mit rund 30 Sekunden Vorsprung auf Frankreich an ihre Schwester Elvira.
Julia Simon kam nicht mehr heran. © APA/afp / MINNA RAITAVUO
Auf der Schlussrunde kam es damit zum Duell zwischen Elvira Öberg und Julia Simon. Die Französin holte zwar kontinuierlich auf und machte es noch einmal spannend, doch die Schwedin hielt dem Druck stand. Auch ein kleiner Wackler beim letzten Schießen, als Öberg bei der letzten Scheibe zweimal nachladen musste, änderte daran nichts mehr. Sie blieb cool und brachte den Sieg sicher ins Ziel.
Norwegen spielte im Kampf um den Sieg am Ende zwar keine Rolle mehr, brachte den Podestplatz aber souverän nach Hause. Im Duell mit Tschechien behaupteten sich die Skandinavierinnen sicher und komplettierten das Podium hinter Schweden und Frankreich.
Trabucchi versagen die Nerven
Aus italienischer Sicht begann das Rennen ordentlich. Hannah Auchentaller hielt sich mit drei Nachladern gut und übergab an Carrara auf Rang fünf. Carrara zeigte danach eine starke Leistung am Schießstand: Liegend blieb sie fehlerfrei, stehend war sie blitzschnell unterwegs und brauchte nur einen Nachlader. Damit blieb Italien zunächst im Kampf um Rang vier, während sich Frankreich, Schweden und Norwegen vorne etwas absetzten.Hannah Auchentaller zeigte eine solide Vorstellung. © Pierre TEYSSOT
Der entscheidende Rückschlag für die Azzurre folgte dann mit Martina Trabucchi. Vor allem im Liegendschießen lief es gar nicht nach Wunsch: Drei Nachlader und zwei Strafrunden häufte die Azzurra an. Damit war Italien im Rennen um die Spitzenplätze mit einem Schlag nicht mehr vertreten. Schlussläuferin Lisa Vittozzi brachte die Staffel schließlich noch auf Rang zehn ins Ziel, der Rückstand betrug 3.08,2 Minuten (10 Nachlader/2 Strafrunden).
Die Ergebnisse
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