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Lou Jeanmonnot und Co. erlebten einen relativ enttäuschenden Tag. © APA/afp / MINNA RAITAVUO

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Lou Jeanmonnot und Co. erlebten einen relativ enttäuschenden Tag. © APA/afp / MINNA RAITAVUO

Olympia-Kater: So schlecht war Frankreich lange nicht mehr

Am Donnerstagabend haben die Biathletinnen ihr erstes Weltcup-Rennen seit den Olympischen Spielen absolviert. Die Französinnen kassierten dabei einen Dämpfer: Seit Dezember 2024 fuhren die eigentlichen Dominatorinnen kein schlechteres Ergebnis ein.

Die Winterspiele in Februar standen ganz im Zeichen der Farben Blau, Weiß und Rot – zumindest im Biathlon. 13 Medaillen tüteten die französischen Skijäger in der Südtirol Arena zu Antholz ein, darunter gab es sechs Olympiasiege zu bejubeln. Bei den Damen räumten vor allem die Gold-Heldinnen Julia Simon (Einzel, Staffel, Mixed), Lou Jeanmonnot (Staffel, Mixed) und Océane Michelon (Massenstart, Staffel) in großem Stile ab. Doch der Höhepunkt der Saison ging vor eineinhalb Wochen zu Ende – und die Champions wurden nun von einem regelrechten Olympia-Kater erwischt.


Im Einzel über 15 Kilometer beim Weltcup in Kontiolahti erzielte Simon mit Rang zehn das beste französische Ergebnis, mit einem Rückstand von 2.29,8 Minuten auf die schwedische Siegerin Elvira Öberg überquerte die 29-Jährige die Ziellinie. Ihre Landsfrauen Camille Bened (22.), Michelon (26.), Sophie Chauveau (32.), Jeanmonnot (35.) und Justine Braisaz-Bouchet (75.) – allesamt normalerweise fest in der Weltspitze etabliert – mussten sich deutlich weiter hinten einreihen.

Erstmals keine Top-5-Platzierung seit Dezember 2024

Damit riss eine erstaunliche Serie: Zum ersten Mal seit dem 7. Dezember 2024 landete keine Französin unter den besten fünf Athletinnen. Kurioserweise ereignete sich dieser letzte „Ausrutscher“ ebenso in Kontiolahti, damals avancierte Michelon als Zehnte im Sprint zur bestplatzierten Skijägerin ihrer Nation. Dabei handelt es sich jedoch um Jammern auf sehr hohem Niveau.

Normalerweise sind Julia Simon (l.) und Océane Michelon (r.) Erfolg gewohnt. © APA/afp / FRANCK FIFE

Normalerweise sind Julia Simon (l.) und Océane Michelon (r.) Erfolg gewohnt. © APA/afp / FRANCK FIFE


Seit jenem Wettkampf fuhren die französischen Biathletinnen nämlich 47 (!) Podestplätze und darunter 20 Siege ein. Mit anderen Worten: Die Hälfte der Rennen seit Dezember 2024 entschieden Jeanmonnot und Co. für sich. Als anschauliches Beispiel für diese Dominanz dient das letzte Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen. Beim Massenstart von Nove Mesto feierten Simon und Michelon einen Doppelsieg, Jeanmonnot und Bened landeten auf den Rängen vier und fünf.
„Ich bin enttäuscht von meinem Rennen, weil ich das Potenzial gehabt hätte, Großartiges zu leisten.“ Lou Jeanmonnot

Trotzdem gab es Grund zum Jubeln: Jeanmonnot gewann die kleine Kristallkugel im Einzel mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf Anna Magnusson. Damit gab sich die 27-Jährige aber nicht zufrieden. „Ich bin enttäuscht von meinem Rennen, weil ich das Potenzial gehabt hätte, Großartiges zu leisten“, zeigte sie sich verärgert. Am Samstag kann sie es besser machen, dann steht der Massenstart an (13.40 Uhr).

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