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Rebecca Passler wird jetzt vor dem Sportgericht angehört. © Teyssot

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Rebecca Passler wird jetzt vor dem Sportgericht angehört. © Teyssot

Passler doch zu Olympia? Jetzt entscheiden die Richter

Nur einen Tag vor dem ersten Olympia-Bewerb in Antholz kommt Bewegung in die Doping-Causa um Rebecca Passler. Jetzt könnte alles ganz schnell gehen.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Rebecca Passler geht mit ihren Anwälten und der Rückendeckung des italienischen Wintersportverbands aktiv gegen ihre Dopingsperre vor. Die 24-Jährige reichte beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne einen Antrag ein. Das teilte die Ad-hoc-Kammer des CAS am Samstagnachmittag mit einer Aussendung mit.


Die Meldung schlug im Biathlonzentrum in Antholz ein wie eine Bombe. Der Grund? Passlers Anhörung ist bereits für kommenden Dienstag angesetzt. Wann ein Urteil folgt, ist allerdings noch offen. Die Antholzerin fordert jedenfalls, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in ihrem Heimattal zu ermöglichen.

Wurde ihr Blut verunreinigt?

Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs am 26. Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet worden. Zu dem Zeitpunkt befand sie sich zuhause in Antholz. Auch die folgende B-Probe soll positiv ausgefallen sein.

Das internationale Sportgericht CAS soll in der Causa Passler entscheiden. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Das internationale Sportgericht CAS soll in der Causa Passler entscheiden. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert laut CAS-Mitteilung, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld.

Eine SMS von Dorothea Wierer

Passler, die ursprünglich zu Italiens fünfköpfigem Frauenteam für die Winterspiele gehörte, wurde vorläufig suspendiert. „Das war ein großer Schock für uns“, sagte Dorothea Wierer am Samstag gegenüber SportNews, „Ich habe ihr eine SMS geschrieben. Denn sie ist eine tolle Person, sie verdient unsere Unterstützung.“ Die gesamte Mannschaft – so viel sickerte in Antholz durch – ist überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handelt. Ob das internationale Sportgericht zu ebendieser Erkenntnis kommt, wird sich bald zeigen.


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