
Christoph Pircher fehlte nicht viel zur Qualifikation für das Finale.
Pircher kratzt am Glück: „Am Ende fehlen nur Sekunden“
Der erste Super Sprint der zweiten Ausgabe des Loop One Festivals in München hat so manche Geschichte erzählt – auch jene von Christoph Pircher, der den Sprung ins Finale trotz einer ansehnlichen Leistung nur knapp verpasst hat.
18. Oktober 2026
Aus dem Olympiapark in München

Von:
Christoph Niederkofler
Knapp sechs Wochen sind es noch bis zum Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti hin, doch Biathlon auf höchstem Niveau war bereits am Samstag zu verfolgen. Im Münchner Olympiapark fiel der Startschuss für die zweite Ausgabe des Loop One Festivals, bei dem die Skijägerinnen und Skijäger in einem Super Sprint ihre Säbel kreuzten.
In der Qualifikation – es galt drei Runden à 1,8 Kilometer rund um den Olympiasee zu bewältigen – kratzte mit Christoph Pircher auch ein Südtiroler an seinem Glück. Der Sprung ins Finale blieb dem 23-Jährigen aus Terlan an diesem Tag jedoch ganz knapp verwehrt. „Ich weiß, dass ich schnell und gut schießen kann“, meinte er anschließend im Interview mit SportNews. „Und hier muss man einfach etwas riskieren, da es sich um ein Rennen handelt, bei dem es sehr eng zugehen kann. Es ist richtig schade, am Ende fehlen nur fünf Sekunden.“
„Morgen greife ich an, das Format ist komplett anders. Mir gefällt es, wenn es 'Mann gegen Mann' geht.“ Christoph Pircher
4,7 Sekunden sollten Pircher letztlich von den Top 15, die am Nachmittag den Sieg unter sich ausmachten, trennen. Wo die Zeit liegen geblieben ist – darüber lässt sich nur mutmaßen. „Auf der letzten Runde bin ich an ein paar Leuten nicht vorbeigekommen, da es auf der Strecke so eng war. Eine Entschuldigung darf das aber nicht sein, so erging es sicherlich auch anderen Athleten“, sagte der Terlaner und schob mit Blick auf den Massenstart am Sonntag nach: „Morgen greife ich an, das Format ist komplett anders. Mir gefällt es, wenn es 'Mann gegen Mann' geht. Ich freue mich richtig darauf.“
Brunello: „Auf der Strecke hätte ich mehr drauf“
Die Grödnerin Gaia Brunello musste sich bei den Damen mit Rang 50 abfinden, freute sich aber über einen ganz besonderen Moment. „Als ich die Startliste gesehen habe, war ich schon etwas aufgeregt. Dann dachte ich mir, dass es eigentlich schon schön ist, die Biathlon-Saison hier eröffnen zu können“, bezog sie sich auf Startnummer eins in der Qualifikation.Gaia Brunello ist nur kurze Zeit nach den Wettkämpfen im Olympiapark bereits in Brasilien wieder gefordert.
Während die 24-Jährige, die für den brasilianischen Verband startet, mit ihrer Leistung am Schießstand – acht von zehn Treffern – prinzipiell zufrieden war, sah sie auf den Rollskiern noch Nachholbedarf. „Auf der Strecke hätte ich eigentlich viel mehr drauf, das habe ich im Sommer gezeigt. Da muss der Knoten noch irgendwie platzen.“
Bis zum Saisonauftakt, welchen sie beim IBU Cup in Idre (Schweden) bestreiten wird, hat sie dafür aber noch genügend Möglichkeiten – und das nicht nur beim Massenstart am Sonntag. „Nach den Rennen in München geht es für mich erst einmal nach Brasilien, weil dort schon die nächsten Wettkämpfe anstehen“, verriet sie. „Für zwei Wochen werde ich dort trainieren, dann komme ich wieder zurück – und dann geht eh schon die Saison los. Vielleicht tut mir etwas Sonne davor ja gut.“
Vittozzi: „Am Ende für alle gleich“
Als einzige Athletin aus dem Team der Azzurri schaffte es Titelverteidigerin Lisa Vittozzi ins Finale. Dort wurden ihr jedoch insbesondere drei Fehler beim zweiten Liegendanschlag zum Verhängnis. „Tatsächlich hatte ich schon beim Einschießen ein bisschen Schwierigkeiten, weil der Schießstand etwas uneben ist“, spielte sie auf den Untergrund am Schießstand an, der sich direkt am Olympiasee befindet. „Es geht etwas auf und ab, das spürt man. Aber am Ende ist das für alle gleich.“Mit Rang fünf konnte sich die Olympiasiegerin letztlich aber abfinden. „Ich hatte ein bisschen zu kämpfen. Aber letztendlich sehe ich dieses Rennen als Training“, sagte die 31-Jährige aus Sappada. „Ich habe mein Bestes gegeben. Heute hat sich das sicherlich nicht ausgezahlt, aber wir werden sehen, wie es morgen läuft.“
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)