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Ein italienischer Biathlet macht Schluss. © APA/afp / JOE KLAMAR

Prominenter Rücktritt in Italiens Biathlon-Team

Das italienische Biathlon-Nationalteam der Herren steht vor einem Umbruch: Nachdem Dominik Windisch bereits vor Saisonende seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte, zieht nun ein weiterer Azzurro einen Schlussstrich.

Thomas Bormolini hat in den sozialen Netzwerken nämlich sein Karriereende bekanntgegeben. Diese Meldung kommt durchaus überraschend – auch, weil der Lombarde im abgelaufenen Winter als 24. der zweitbeste Azzurro im Gesamtweltcup war. Nur Lukas Hofer (20.) hatte mehr Punkte gesammelt. Es war dies der mit Abstand beste Biathlon-Winter in der Karriere des Thomas Bormolini. Trotzdem macht er jetzt mit 30 Jahren Schluss.


„Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, dass es Zeit für eine Veränderung in meinem Leben ist. Das Leben als Sportler führt dazu, dass man in einer schönen, realitätsfernen Blase lebt, die aber auch von Verzicht und Misserfolgen geprägt ist. Die Zeit vergeht wie im Flug, und ich habe das Gefühl, dass mir die Jahre zu schnell unter den Füßen weggleiten. Ich möchte künftig etwas anderes machen“, schrieb Bormolini zu seinem Social-Media-Beitrag.

Thomas Bormolini (ganz rechts) erreichte beispielsweise mit der Herren-Staffel im Jahr 2021 in Oberhof den 3. Platz. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ


Bormolini war im Biathlon-Weltcup stets als stabiler Schütze bekannt. Der aus Livigno stammende Sportler kletterte insgesamt drei Mal mit einer Staffel auf das Podest. Dazu nahm Bormolini an zwei Olympischen Spielen teil. Nach seinem Abgang ist Lukas Hofer nun der mit Abstand erfahrenste Biathlet im Team der Azzurri. Die „jungen Wilden“ Patrick Braunhofer (Ridnaun) und David Zingerle (Antholz) sollen die Lücke, die durch die Rücktritte von Windisch und Bormolini entstanden ist, künftig schließen.

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