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Die Azzurri brillierten am Freitag in der Staffel. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Rang 3! Die Herren-Staffel glänzt in Oberhof

Italiens Herren-Staffel hat beim Weltcup in Oberhof für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die Azzurri landeten am Freitag auf Rang 3.

Rang 5 zum Auftakt in Kontiolahti, Platz 8 in Hochfilzen: Die Herren-Staffel hatte in dieser Saison bis dato keinesfalls enttäuscht. Doch in Oberhof setzten die Azzurri (Thomas Bormolini, Lukas Hofer, Tommaso Giacomel, Dominik Windisch) nun mit Rang 3 ein echtes Ausrufezeichen. Die beiden Südtiroler, Hofer und Windisch, demonstrierten dabei zum wiederholten Male, dass sie in der Staffel eine echte Bank sind.


Startläufer Bormolini zeigte eine souveräne Leistung. Der 29-Jährige Lombarde musste nur ein Mal nachladen und konnte auch läuferisch mit der Konkurrenz mithalten. So übergab Bormolini als Zweiter – zeitgleich mit dem Führenden Erik Lesser (Deutschland) – an Lukas Hofer. Der Montaler zeigte wieder einmal, warum er aus Italiens Herren-Staffel nicht wegzudenken ist. Hofer räumte alle 10 Scheiben am Schießstand ab (ohne Nachlader) und führte Italien mit einer bärenstarken Vorstellung in der Loipe an die Spitze. So ließ er Benedikt Doll (Deutschland) und Quentin Fillon Maillet (Frankreich) klar hinter sich.

Giacomel (rechts) und Schlussläufer Windisch bewiesen Nervenstärke. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Der junge Tommaso Giacomel ging als Führender mit einem Vorsprung von 17 Sekunden auf Deutschland (mit Arnd Peiffer) ins Rennen. Ziemlich viel Druck für den 20-jährigen Trentiner. Doch Giacomel (ehemals Sportschüler in Mals) schlug sich am Schießstand wacker und musste nur zwei Mal nachladen. Weil er in der Loipe nicht ganz mit Peiffer und dem Franzosen Fabien Claude mithalten konnte, fiel Italien auf Rang 3 zurück. Der Rückstand auf das in Führung liegende Deutschland betrug beim letzten Wechsel 23 Sekunden.
Frankreich siegt – Horn als tragischer Held
Dann wurde es kurios: Deutschlands Schlussläufer Philipp Horn musste nach dem Liegendschießen gleich drei Mal in die Strafrunde und so schob sich der fehlerfreie Windisch zwischenzeitlich auf Rang 2 vor. Spätestens jetzt war Italien auf Kurs Richtung Podest, auch wenn Norwegen (mit dem heranstürmenden Johannes Thingnes Bø) dahinter mächtig Druck ausübte.

An der Spitze rettete Emilien Jacquelin (er brauchte einen Nachlader beim letzten Schießen) für Frankreich anschließend den Sieg ins Ziel, nachdem Bø in der Schlussrunde fast noch einmal herankam. Windisch leistete sich unterdessen beim abschließenden Stehendschießen 2 Nachlader, musste Bø ziehen lassen, rettete den 3. Platz jedoch souverän ins Ziel. Die Freude über den Podestplatz war bei den Azzurri anschließend riesengroß.

Autor: dl

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