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Alexia Runggaldier hat die Olympischen Spiele im Visier (Pentaphoto) Für Runggaldier lief es in diesem Winter noch nicht nach Wunsch (Foto: FB)

Runggaldier: „Die Gesundheit ist wichtiger als Olympia“

Die heimischen Biathleten haben am Wochenende in Oberhof mit zwei Podiumsplatzierungen auf sich aufmerksam gemacht. Alexia Runggaldier, die vergangene Saison im Weltcup noch für Furore gesorgt hat, saß währenddessen zuhause vor dem Fernseher. Ihren Frohmut hat die sympathische Grödnerin deshalb aber keineswegs verloren. Ein Interview.

Alexia Runggaldier, in den vergangenen Wochen wurde es ruhig um Ihre Person. Was haben Sie fernab des Weltcup-Rampenlichts gemacht?

„Die letzte Zeit war nicht einfach für mich. Bereits der Saisonstart verlief sehr holprig, dann kamen auch noch gesundheitliche Probleme hinzu. Gemeinsam mit meinen Betreuern habe ich Anfang Dezember entschieden, eine Wettkampfpause einzulegen und mich mit Individualtraining wieder an meine Bestform heranzutasten.“


Wie geht es Ihnen heute?

„Über Weihnachten musste ich aufgrund einer Nasennebenhöhlenentzündung wieder kürzertreten, doch mittlerweile fühle ich mich wieder richtig gut. Aktuell trainiere ich im Stützpunkt der Polizeisportgruppe in Moena und absolviere den kompletten Umfang an Übungseinheiten. Ich hoffe, dass es jetzt richtig aufwärts geht für mich.“


Wie intensiv haben Sie am Wochenende mit Ihren Teamkolleginnen mitgefiebert?

„Ich habe nicht alle Rennen gesehen, da ich selbst viel in der Loipe und am Schießstand war. Das Staffelrennen der Frauen war allerdings sehr mitreißend, wobei das Ergebnis am Ende natürlich sehr bitter ist, da zwischenzeitlich alles auf eine absolute Spitzenplatzierung hingedeutet hat.“


Hätten Sie es besser gemacht als etwa Nicole Gontier, die Ihren Staffelplatz eingenommen hat?

„Das weiß ich nicht. Jedenfalls kann ich keine der vier Läuferinnen aufgrund ihrer Leistung verurteilen. Es herrschten das gesamte Rennen über äußerst schwierige Bedingungen. Ich bin mir sicher, dass alle das Maximale aus sich rausgeholt haben.“


Wann können wir wieder mit Ihnen im Weltcup rechnen?

„Kommendes Wochenende in Ruhpolding werde ich noch passen. Wenn alles gut läuft, bin ich die darauffolgende Etappe in Antholz wieder mit von der Partie.“


Ausgerechnet in Antholz standen Sie vergangenes Jahr erstmals am Podium. Er wird zudem der letzte Härtetest für Olympia…

„Natürlich will ich bei meinem Heimrennen dabei sein und diese spezielle Kulisse genießen. Im Augenblick ist die Gesundheit allerdings wichtiger, auch wenn direkt danach Olympia vor der Tür steht. Ich erinnere mich an meinen Staffelaufritt im Dezember in Hochfilzen, der war katastrophal. Damals war ich in schlechter Verfassung. So etwas hat keinen Sinn. Ich werde erst wieder an den Start gehen, wenn alles passt.“


Apropos Olympia: Wie realistisch sehen Sie ihre Chancen auf ein Ticket für Südkorea?

„Das Thema Olympia steckt natürlich immer im Hinterkopf. Die Saison verlief bislang nicht nach Wunsch, dennoch bin ich sehr zuversichtlich. Wenn die Form passt, rechne ich mit einem Platz im Team. Ich versuche allerdings, den Druck rauszunehmen, um mit freiem Kopf in die Loipe gehen zu können. Ich arbeite zwar seit Sommer am Fernziel Olympia, sollte es am Ende aber nicht reichen, geht auch nicht die Welt unter.“


Was trauen Sie der italienischen Biathlonauswahl beim großen Saisonhighlight zu?

„Wir haben die gesamte Vorbereitung auf Olympia ausgerichtet, arbeiten uns kontinuierlich an die Leistungsgrenze heran. Das kann man auch an den jüngsten Ergebnissen erkennen. Ich bin überzeugt, dass alle im Team nochmal eine Schippe drauflegen werden. Die Podestplätze vom Wochenende waren hoffentlich erst der Anfang.“



Fragen: Alexander Foppa


Autor: sportnews

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