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Martin Fourcade wurde von der russischen Olympiasiegerin Anfisa Reszowa heftig attackiert © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Russin konfrontiert Fourcade mit Doping-Vorwürfen

Die 3-malige russische Olympiasiegerin Anfisa Reszowa hat Frankreichs Biathlon-Star Martin Fourcade indirekt Doping vorgeworfen.

„Martin Fourcade ist ein großartiger Athlet, ein großes Talent, aber irgendeine medizinische Unterstützung bekommt er doch“, sagte die 55-Jährige vor dem Start der WM in Antholz.

Der 5-malige Olympiasieger Fourcade, der sich seit langem vehement gegen Doping im Biathlon einsetzt, reagierte umgehend. „Ich hoffe, dass nicht alle ehemaligen Athleten in Senilität verfallen. Ihr ist es passiert...“, twitterte Fourcade.

Reszowa, die als Biathletin 2 Mal Olympia-Gold und im Langlauf einen Olympiasieg holte, teilte danach noch mal kräftig gegen den 7-maligen Weltcupgesamtsieger und 11-maligen Weltmeister aus. „Da schau her! Ich möchte mal sagen, dass er niemals das erreichen wird, was ich erreicht habe (...) Er hat mich beleidigt.“

Auch die Androhung, dass Fourcade Anwälte einschalten wolle, ließ sie kalt: „Ich habe vor nichts Angst.“ Sie ruderte aber auch etwas zurück und meinte, sie sei falsch übersetzt worden. Der russische Biathlon-Verband, Nationaltrainer Anatoli Chowanzew und Sportkommentatoren in Moskau distanzierten sich von Reszowa.

Norweger sollen ebenso zu Tätern gehören
Besonders auch die norwegischen Skijäger bezog Reszowa in ihre Aussagen mit ein, am Beispiel der 6-maligen Saisonsiegerin Tiril Eckhoff. Die ist in dieser Saison so dominant wie noch nie: „Ich kann nicht glauben, dass dies ohne medizinische Hilfe möglich ist. Und wie viele Norweger sind Asthmatiker? Menschen, die an Asthma leiden, haben Schwierigkeiten beim Gehen, und die gewinnen ständig.“

Asthmamittel stehen ab einer gewissen Dosierung auf der Dopingliste. Aber viele Sportler haben ein Attest und dürfen somit die Mittel nutzen. Unterhalb einer gewissen Dosis braucht man zudem keine Ausnahmegenehmigung durch die Anti-Doping-Agenturen.

Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang hatte die norwegische Delegation 6.000 Dosen Asthmamittel für 121 Athleten mitgebracht.
Reszowa erklärte den Misserfolg ihrer eigenen Landsleute mit dem internationalen Druck und Anfeindungen anderer Sportler wegen des russischen Staatsdopings. Das schlage den Russen aufs Gemüt.

Autor: dpa

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