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Gabriela Soukalová, Biathlon-Legende aus Tschechien. © Social Media

Schreckensnacht der Star-Biathletin: „Versuchte, zu überleben“

Die ehemalige Weltklasse-Biathletin Gabriela Soukalová hat die wohl schlimmste Nacht ihres Lebens hinter sich. Jetzt spricht die Tschechin erstmals darüber.

Die Meldung schlug hohe Wellen: Gabriela Soukalová, Biathlon-Weltmeisterin aus Tschechien, hat sich bei ihrem Urlaub in Livigno verlaufen und war eine Nacht lang verschollen. Glücklicherweise nahm alles ein gutes Ende und Soukalová konnte am nächsten Tag gerettet werden. Trotzdem hat dieses Ereignis Spuren hinterlassen, wie die Gesamtweltcupsiegerin von 2016 in einem Interview mit dem tschechischen Sender CNN Prima News erklärte. „Ich habe einfach versucht, zu überleben“, sagt sie.


Soukalová war mit ihrem Lebensgefährten Milos und ihrer Tochter Isabelka auf Urlaub in Livigno, einer beliebten Feriendestination in der Lombardei an der Grenze zur Schweiz. An einem Nachmittag unternahm sie alleine eine Radtour, wurde laut ihren Angaben aber vom GPS-System auf dem Smartphone in die Irre geführt – und das mitten im Gebirge von Livigno. „Irgendwann wusste ich: Bei Tageslicht werde ich nicht mehr zurückkehren können und ich muss die Nacht in den Bergen verbringen“, so Soukalová.

Im Überlebensmodus

„Ich ging in den Überlebensmodus über, am meisten Angst hatte ich vor Bären.“ Sie habe sich dauernd bewegt, damit „ich meine Körpertemperatur nicht verliere und in der Kälte überleben konnte“, sagt sie. Nachts können die Temperaturen in Livigno zu dieser Jahreszeit auf sieben Grad unter null sinken.

Ehemalige Star-Biathletin Soukalová. © AFP / JONATHAN NACKSTRAND


Als das Tageslicht anbrach, wartete die nächste Aufgabe auf Soukalová. „Ich wusste, dass mein einziger Ausweg darin bestand, mehrere hundert Meter hinaufzuklettern, damit mich die Hubschrauber sehen können“, erklärt die Tschechin. „Ich bin froh, dass ich viele Jahre trainiert habe und so fit bin, denn wer weiß, wie das sonst ausgegangen wäre.“

Bergretter waren beeindruckt

Schließlich wurde Soukalová am nächsten Tag wohlauf gefunden. Sie trug nur einige Abschürfungen davon, zudem war sie sehr erschöpft. „Die örtlichen Retter waren beeindruckt, wie ich da hinaufgeklettert bin. Sie sagten mir, ich sei 'Wonder Woman'“, muss die ehemalige Biathletin schmunzeln. Besonders emotional war das Wiedersehen mit ihrem Partner und ihrer Tochter. „Die ganze Zeit, in der ich weg war, habe ich mir vorgestellt, wie ich sie wiedersehe. Das war dann der schönste Moment in meinem Leben.“

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