e Biathlon

22. Weltcupsieg für Tora Berger (alle Fotos: Christian Manzoni) Karin Oberhofer Michela Ponza Alexia Runggaldier

Sechster Saisonsieg für Tora Berger in Antholz - AUDIOS

Die Norwegerin Tora Berger hat am Samstag in Antholz das 10-km-Vefolgungsrennen gewonnen und ihren sechsten Saisonsieg in der restlos ausverkauften “Südtirol Arena” gefeiert. Mit Berger stiegen Olena Pidhrushna aus der Ukraine und die Finnin Kaisa Mäkäräinen aufs Podest. Beste „Azzurra“ war, wie schon im Sprint am Donnerstag, die Felthurnerin Karin Oberhofer auf Rang 17.

Für die Weltcup-Führende Tora Berger war es der 22. Karrieresieg. Der 31-jährigen Norwegerin scheint Antholz besonders zu liegen, denn hier feierte sie schon vier Siege, wurde zweimal Zweite und einmal Dritte. Heute ging sie mit Startnummer 14 ins Rennen, holte Platz um Platz auf und setzte dann den entscheidenden Angriff beim letzten Schießen, wo sie die Führung übernahm. Diese gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab und gewann nach einer unglaublichen Aufholjagd in 31:21,8 Minute.

Vor dem letzten Schießen lag noch Olena Pidhrushna aus der Ukraine in Führung, doch dann ließ sie am Schießstand eine Scheibe stehen und musste sich mit dem zweiten Rang begnügen. Pidhrushna war schon zu Saisonbeginn beim Sprint in Östersund Zweite. Die Finnin Kaisa Mäkäräinen wurde Dritte, ganz knapp vor der Russin Olga Vilukhina und der Deutschen Nadine Horchler. Diese lag vor dem letzten Schießen noch auf einem Podestrang, schoss dann aber einmal daneben.


Karin Oberhofer rutscht auf Rang 17 ab

Bei den Italienerinnen war erneut Karin Oberhofer die Schnellste. Achte im Sprint am Donnerstag, rutschte sie heute in der Wertung auf Rang 17 zurück. Die Feldthurnerin machte zu viele Schießfehler, insgesamt fünf, drei davon in der letzten Serie und verschenkte somit eine weitere Top-Ten-Platzierung. Dorothea Wierer aus Rasen konnte hingegen acht Ränge gutmachen und wurde 21. Auch Nicole Gontier (24.) und die Grödnerin Michela Ponza (28.) verbesserten sich im Vergleich zu Donnerstag, während die junge Alexia Runggaldier ihren 40. Platz bestätigte.



Ergebnisse Weltcup Antholz (19. Jänner 2013)

Frauen 10 km Verfolgung
1. Tora Berger (NOR) 31.21,8 (2 Fehlschüsse)
2. Olena Pidhrushna (UKR) +18,9 (1)
3. Kais Mäkärainen (FIN) +25,4 (4)
4. Olga Vilukhina (RUS) +29,6 (2)
5. Nadine Horchler (GER) +32,7 (1)
6. Ann Kristin Aafedt Flatland (NOR) +51,7 (2)
7. Sophie Boilley (FRA) +56,2 (1)
8. Teja Gregorin (SLO) +58,9 (4)
9. Synnoeve Solemdal (NOR) +1.00,0 (2)
10. Darya Domracheva (BLR) +1.02,0 (6)
11. Magdalena Gwizdon (POL) +1.02,4 (3)
12. Andrea Henkel (GER) +1.05,5 (2)
13. Gabriela Soukalova (CZE) +1.22,1 (3)
14. Anastasiya Kuzmina (SVK) +1.30,6 (7)
15. Olga Zaitseva (RUS) +1.41,2 (4)

17. Karin Oberhofer (ITA/Feldthurns) +1.53,5 (5)
21. Dorothea Wierer (ITA/Rasen) +2.26,7 (3)
24. Nicole Gontier (ITA) +2.40,7 (5)
28. Michela Ponza (ITA/St. Christina) +2.59,6 (1)
40. Alexia Runggaldier (ITA/St. Christina) +4.39,2 (5)



Stimmen aus Antholz

Tora Berger (NOR), Siegerin: „Ich habe mich heute gut gefühlt und nach dem zweiten Schießen habe ich mir gedacht, dass noch etwas gehen kann. Entscheidend war, dass ich beim letzten Schießen fehlerfrei geblieben bin. Ich denke, dass ich mich heute besser an die speziellen Gegebenheiten hier in der Höhe anpassen habe können, vor allem am Schießstand.“

Olena Pidhrushna (UKR), Zweite: „Es überwiegt die Freude über den zweiten Platz, als die Enttäuschung, dass ich nicht gewonnen habe. Als ich auf der letzten Runde mit Tora Berger unterwegs war, da wusste ich schon, dass ich heute um den zweiten Platz laufe. Biathlon wird dank unserer Erfolge in der Ukraine immer beliebter und die Popularität steigt. Uns freut die Entwicklung, dass vor allem junge Menschen sich für unseren Sport begeistern. Auch Sportschulen bieten mittlerweile Biathlon an.“

Kaisa Mäkäräinen (FIN), Dritte: „Schon gleich nach dem Start habe ich gespürt, dass es heute für mich sehr schwer wird und ich läuferisch nicht sehr schnell bin. Deshalb habe ich mich im Stehendschießen auch schwer getan. Aber ich habe dafür sehr gekämpft. Als ich auf die Schlussschleife ging, da habe ich mir gedacht, dass ich es noch aufs Podium schaffen kann.“

Karin Oberhofer (ITA), beste „Azzurra“: „Beim letzten Schießen war ich nicht so konzentriert, wie bei den anderen Serien. Leider war ich zu sehr auf die Scheiben fixiert, anstatt mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Zumindest habe ich auf der Schlussrunde noch zwei Gegnerinnen einholen können. Die läuferische Leistung hat schon gepasst.“

Autor: sportnews