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Felix Leitner geht mit seinen Skiern hart ins Gericht. © APA / BARBARA GINDL

„Skier eine Katastrophe“: ÖSV-Ass ist entrüstet

Österreichs Biathleten, angeführt von Felix Leitner, sind am Dienstag bei der Medaillenjagd im olympischen 20-km-Einzelbewerb in Zhangjiakou ohne Chance gewesen. Anschließend schlug der Tiroler Alarm, die Skier seien „eine Katastrophe“ gewesen.

Beim Sieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet wurde der Leitner mit einer Strafminute 16. „Ich hätte es mir anders erhofft, habe aber gewusst, dass wir mit den Skiern Probleme haben, wenn es eiskalt ist. Das hat sich bewahrheitet.“ Schon in der Mixed-Staffel, in der Österreich abgeschlagen auf Platz zehn gelandet war, seien die Skier „eine Katastrophe“ gewesen, so Leitner.


„Ich will keinem einen Vorwurf machen, wenn wir schon nicht das Wundermittel oder den Wunderski finden. Aber ich mag das nicht alles auf meinen Hut nehmen. Bei fast vier Minuten Laufrückstand brauchen wir nicht mehr über Laufform oder mein Höhentraining diskutieren, da haben wir andere Probleme.“ Zum Vergleich: Fünf Athleten mit drei Strafminuten klassierten sich vor dem 25-Jährigen, nahmen ihm also in der Loipe mehr als zwei Minuten ab.

ÖSV kontert Kritik
Die Antwort des ÖSV folgte sogleich: „Bisher waren unsere Athleten mit dem Material sehr zufrieden und unsere Auswertungen und vor allem die Ergebnisse unserer AthletInnen bestätigen das“, teilte ÖSV-Sportdirektor Anton Giger der APA auf Anfrage mit. Leitners harsche Kritik sei „besonders verwunderlich“, so Giger nun, „da bei ihm ein Ski eingesetzt wurde, der bei gleichen Bedingungen und anderen AthletInnen bereits zu Medaillen geführt hat“, führte er aus.

Die Analyse der Laufzeiten des Männer-Rennens war offiziell am Mittwochvormittag noch nicht abgeschlossen. In Bezug auf Leitners Rückstand kursierte folgende Erklärung: Leitner liebe nassen Schnee, der die Athleten tief einsinken lässt, weil er durch sein vergleichsweise geringes Gewicht hier Vorteile generieren könne. Der Schnee der Loipe in Zhangjiakou ist durch die tiefen Temperaturen aber stumpf und noch dazu pickelhart.

Auch Simon Eder konnte nicht mit der Spitze mithalten. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA


Hinsichtlich des Materials betreibe man „ein spartenübergreifendes System“, das alle Athleten eng vernetze, so Giger. „Unsere Mitarbeiter im Bereich Skiservice und Technologie, leisten hier unter sehr herausfordernden Rahmenbedingungen sensationelle Arbeit.“ Im Bereich Biathlon gehöre das Team sicher zu den „Topnationen“, heißt es aus dem ÖSV.

Auch bei diesen Spielen ist eine Schleifmaschine vor Ort, mit der Beläge und Kanten der Ski bearbeitet werden können. Neben dem Aufbau ist der Schliff wichtigstes Kriterium für eine gute Gleiteigenschaft, wichtiger fast noch als das Wachs. Sechs Serviceleute würden sich neben dem erwähnten Austausch zwischen den Sparten intensiv um Biathlon kümmern.

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