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Dorothea Wierer blickt gespannt in ihre Zukunft. © TEY / Pierre TEYSSOT

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Dorothea Wierer blickt gespannt in ihre Zukunft. © TEY / Pierre TEYSSOT

So plant Wierer ihre Zukunft nach der Karriere

Dorothea Wierer bestreitet die letzte Saison ihrer illustren Karriere. Im laufenden Weltcup-Winter greift die 36-Jährige noch nach den Sternen – denkt aber auch bereits an die Vorzüge ihres neuen Lebensabschnitts.

Platz drei im Gesamtweltcup, ein Triumph im Massenstart und mit der Staffel vorne dabei: Der Start in die olympische Saison, welche gleichzeitig auch den Abschluss ihrer beispiellosen Laufbahn bildet, hätte für Dorothea Wierer wohl kaum besser verlaufen können. „Ich hätte nicht erwartet, so gut in Form zu sein. Außerdem habe ich mich nicht wirklich gut gefühlt, weil ich weiterhin Rückenschmerzen hatte, und mein Training verlief nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte“, erklärte die Star-Biathletin aus Niederrasen nun in einem Interview mit La Repubblica.


Es sei eine „schöne Überraschung“ gewesen, beim Auftakt im schwedischen Östersund auf Anhieb vorne mitmischen zu können. Doch so eindrucksvoll und emotional die Erfahrungen in den ersten Monaten dieser besonderen Abschiedstournee sein mögen – mit dem großen Schlussakt können sie wohl nicht mithalten.

„Vor all meinen Fans zu starten wird unglaublich sein. Ich stelle mir eine einzigartige Atmosphäre vor, eine geradezu entfesselte Unterstützung von den Rängen.“ Dorothea Wierer

„Vor all meinen Fans zu starten wird unglaublich sein. Ich stelle mir eine einzigartige Atmosphäre vor, eine geradezu entfesselte Unterstützung von den Rängen“, blickte Wierer bereits auf die olympischen Wettkämpfe in Antholz im kommenden Februar. „Sicherlich wird das Heimpublikum für mich und meine Teamkolleginnen ein großer Ansporn sein. Und ich bereite mich schon seit langer Zeit auf die Olympischen Spiele vor.“

Wierer: „Möchte Familie genießen und Mutter werden“

Dann – nach zwei Gesamtweltcups, vier WM-Titeln, mehr als 400 Weltcup-Rennen und unzähligen weiteren Höhepunkten – wird sich für Wierer ein großer Kreis geschlossen haben. Was sie für ihre Zeit außerhalb des Rampenlichts vorstellt? „Ein weniger stressiges Leben, eines, das man nimmt, wie es kommt“, gab sie einen Einblick. „Und dann möchte ich meine Familie genießen und Mutter werden.“

Dorothea Wierer will die Zeit nach der Karriere genießen. © APA/afp / OLIVIER CHASSIGNOLE

Dorothea Wierer will die Zeit nach der Karriere genießen. © APA/afp / OLIVIER CHASSIGNOLE


Einmal auf die wohlverdiente Bremse treten – das war im Leben eines Biathlon-Superstars nämlich nie möglich. „Dieser Sport erfordert einen enormen Aufwand: fast 1000 Trainingsstunden pro Jahr zwischen Kraftraum, Skirollern, Schießen, Skifahren, aber auch Radfahren und Trekking“, erläuterte sie. „Als ich angefangen habe, hätte ich nie gedacht, mit fast 36 Jahren noch an Olympischen Spielen teilzunehmen. Jetzt merke ich aber, dass ich körperlich und mental noch voll da bin und mich auf höchstem Niveau ausdrücken kann.“

Kehrt Wierer auf die Bildschirme zurück?

Völlig aus der Öffentlichkeit verschwinden – das steht nicht unbedingt auf dem Plan von Wierer. Immerhin schlüpfte sie bereits während der Olympischen Spiele 2024 in Paris für den TV-Sender Eurosport in die Rolle der Expertin. „Es ist ein Umfeld, das für mich durchaus attraktive Aspekte hat. Die Erfahrungen in Paris waren sehr bereichernd“, erinnerte sich die Südtirolerin. „Vielleicht sieht man mich in Zukunft wieder in einer ähnlichen Rolle.“

Dorothea Wierer könnte auch nach ihrem Karriereende auf den TV-Bildschirmen zu sehen sein. © TEY / Pierre TEYSSOT

Dorothea Wierer könnte auch nach ihrem Karriereende auf den TV-Bildschirmen zu sehen sein. © TEY / Pierre TEYSSOT


Während der Weltcup zwischen 8. und 11. Jänner in Oberhof aus der Weihnachtspause zurückkehren wird, lässt Wierer – sowie ihre Teamkollegin Lisa Vittozzi – die nächsten Wettkämpfe aus und legt in Lavazé zusätzliche Trainingseinheiten ein. Vom 14. bis 18. Jänner steht bereits der Weltcup in Ruhpolding an.

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