
Lukas Hofer hatte seine Mannschaft auf Podestkurs gebracht. © ANSA / Kimmo Penttinen
Späte Enttäuschung: Hofer und Co. verspielen Podestchance
Beim letzten Männer-Staffelbewerb in Kontiolahti waren Lukas Hofer und Co. lange auf Podestkurs, doch späte Strafrunden kosteten den Azzurri eine Top-Platzierung.
07. März 2026
Von: tu
Unter der untergehenden finnischen Sonne maßen sich am Samstagnachmittag die besten Biathlon-Nationen im letzten Mannschaftsbewerb dieser Saison. Dabei schnupperte die italienische Staffel um Patrick Braunhofer, Lukas Hofer, Nicola Romanin und Christof Pircher lange an einer Podestplatzierung, die jedoch im vorletzten Schießen zunichtegemacht wurde (am Ende Platz 12/+2.33,7 Minuten). Dagegen platzierten sich die gewohnten Biathlon-Nationen ganz vorne: Norwegen gewann vor Frankreich (+19,1 Sekunden) und Schweden (+48,1 Sekunden).
Dabei lief es so gut für die Azzurri: Patrick Braunhofer musste bei seinen beiden Schießeinlagen insgesamt zweimal nachladen, übergab auf Rang zehn liegend an Lukas Hofer und hielt Italien damit auf Schlagdistanz. Der Montaler eröffnete anschließend seinen beiden Schlussläufern die große Chance auf eine Podestplatzierung. Mit einer soliden Leistung am Schießstand (zwei Nachlader) und einer beherzten Laufleistung übergab der Südtiroler nur hinter der großen Biathlon-Nation Frankreich und den Gastgebern Finnland auf Nicola Romanin.
Auch Patrick Braunhofer zeigte eine gute Leistung. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Auch dieser blieb mit der Waffe in der Hand ohne folgenreiche Fehler (drei Nachlader) und profitierte von der anfälligen Konkurrenz. Er wahrte die Podesthoffnungen der Azzurri, zeigte eine starke Leistung und übergab immer noch auf Podestkurs als dritte Nation an Schlussläufer Christof Pircher, der den weiterhin abwesenden Tommaso Giacomel ersetzte und prompt eine absolute Monsteraufgabe vor sich hatte.
Pircher wird zur tragischen Figur
Der blutjunge Terlaner ging also hinter Olympiasieger Quentin Fillon Maillet (Frankreich) und Vetle Sjåstad Christiansen (Norwegen) in die letzten Runden – gejagt vom US-Amerikaner Campbell Wright, dem Schweden Sebastian Samuelsson und dem Finnen Olli Hiidensalo. Im Liegendschießen zeigte sich dann jedoch die fehlende Erfahrung oder die Nerven des 22-Jährigen, der gleich drei Strafrunden kassierte und damit von den Topplatzierungen abreißen lassen musste.Der Terlaner wackelte am Schießstand. © TEY / Pierre TEYSSOT
Den Sieg holte sich schließlich Norwegen, nachdem der Franzose Fillon Maillet in seinen beiden Schießeinlagen deutlich schwächelte und Vetle Sjåstad Christiansen vorbeiziehen lassen musste. Spannend wurde es im Rennen um Platz drei, wo sich Hiidensalo mit Samuelsson um den letzten Podestplatz duellierte. Schlussendlich musste der Finne den Schweden jedoch passieren lassen.
Das Ergebnis
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