e Biathlon

Im Antholzer Biathlonzentrum gibt es viele Leckereien.

Speakers Corner | Essen

Wenn sich jemand in der Welt des Biathlons auskennt, dann ist das Luis Mahlknecht. Der Sportjournalist aus St. Ulrich gilt als ausgewiesener Experte der Szene, der außerdem schon seit über einem Jahrzehnt als Stadionsprecher in Antholz tätig ist. Nicht zuletzt auch deshalb bekommt Mahlknecht die spannendsten Geschichten in der Südtirol Arena mit. Für SportNews führt er während der WM ein Tagebuch und berichtet über Kurioses und Interessantes auf- und abseits der Loipe.



„Immer dann, wenn ich über Italiens Staatsgrenze fahre, halte ich an, um mir einen Cappuccino und ein Hörnchen zu genehmigen.“ Wer so spricht, ist Markus Segessenmann, Team-Leader bei den Schweizern. Er schwärmt über das italienische Essen, weshalb auch Antholz sein Lieblingsort im Weltcup ist. „Die Nudel immer al dente, der Risotto geschmeidig, das schafft man nur hierzulande“, schwärmt „Sägi“, der auch die ausgezeichnete Küche in Ridnaun und das fantasievoll-leckere Menü in Martell lobt. Und was da in Antholz wie auch an anderen Biathlonstätten in Südtirol bemerkenswert ist: Auch im Family-Club, dem Treffpunkt der Athleten und Trainer, und bei der Mitarbeiterverköstigung ist hohe Qualität gängig. Im Gegensatz zu einigen anderen Ortschaften weltweit, wo die angebotenen Suppen eher schmutzigem Wasser ähneln.
Begeisterung bei Offiziellen und Journalisten
So dürfen in Antholz alle Pressevertreter sogar in einem reservierten Bereich des VIP-Zeltes nach Herzenswunsch essen und trinken. Und für einen schnellen Imbiss zwischendurch gibt es im geräumigen Pressezentrum auch immer wieder etwas Leckeres. Die Kaffees der liebenswürdigen Lisl – die immer mehr ihre Großfamilie in die Arbeit mit einbindet – sind zudem geradezu legendär.

Norbert Baier aus Mittenwald in Bayern ist auch kein Kostverächter. Beim Empfang im „Südtirol Home“ (wieso man für diesen Treffpunkt einen anglophonen Namen auswählen musste, bleibt mir ein Rätsel) lauschte er fast schon mit religiöser Andacht den Erklärungen des Haubenkochs Gerhard Wieser zu. Und genoss anschließend den Passeirer Saibling und andere Köstlichkeiten. Ansonsten ist Norbert Baier der Wettkampfleiter bei dieser WM. Am Donnerstagmorgen kontrolliert er in der Südtirol Arena noch genau, ob alles in Ordnung ist. Die (für die Single-Mix-Staffel verkürzte) Strafrunde hat er höchstpersönlich ausgemessen. Exakt 75 Meter.
Vittozzi erteilt Kellnerinnen eine Absage
„Nein, danke!“ Es gibt auch diejenigen, die so den höflichen Kellnerinnen im Gastronomie-Bereich antworten, wenn sie angesprochen werden. So war es eine Absage von Lisa Vittozzi, die sich in eine der stillsten Ecken des Zeltes zurückgezogen hatte, um dort mit der ehemaligen Top-Langläuferin Gabriella Paruzzi intensiv zu plaudern. Lisa ist in den ersten WM-Tagen in ein Loch gefallen, gewisse Polemiken haben ihr weh getan. Und nun brauchte sie Labsal für die Seele und den Geist. Von ihrer Landsfrau Paruzzi. Da konnte die Weißwurst einmal außen vor bleiben.

Karl Telfser ist der „Zauberer“, der tagtäglich Köstlichkeiten für die über 1000 Gäste zubereitet. Genial waren vor einigen Tagen die Penne mit Gorgonzola und Salsiccia, doch auch die Kastanien-Trüffel-Suppe beim OK-Empfang fand einhellig Anklang. Telfser selbst liebt es jedoch nicht, sich ins Rampenlicht zu stellen. „Es ist alles Verdienst meiner tollen Mannschaft“, gibt er sich bescheiden.


Autor: lm

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