e Biathlon

Lukas Hofer, Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi und Dominik Windisch zeigen ihre Silbermedaille. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Speakers Corner | Silber

Wenn sich jemand in der Welt des Biathlons auskennt, dann ist das Luis Mahlknecht. Der Sportjournalist aus St. Ulrich gilt als ausgewiesener Experte der Szene, der außerdem schon seit über einem Jahrzehnt als Stadionsprecher in Antholz tätig ist. Nicht zuletzt auch deshalb bekommt Mahlknecht die spannendsten Geschichten in der Südtirol Arena mit. Für SportNews führt er während der WM ein Tagebuch und berichtet über Kurioses und Interessantes auf- und abseits der Loipe.



Natürlich beherrscht in Antholz die Silbermedaille der gemischten Staffel alles an diesem Donnerstag. Geflügelte Worte wie „Das Eis ist gebrochen“ beherrschen die ersten triumphalen Kommentare, und als Lisa Vittozzi im Kurzinterview meint, es sie eine unglaubliche Emotion, spielt Stadion-DJ Liz Puschan für sie „Un’emozione per sempre“ von Eros Ramazotti.

Dabei hatte der Tag beschaulich begonnen. Der Chauffeur, der unseren Shuttle zum Stadion lenkt, klärt mich über seinen Dienst auf. 70 Mitarbeiter stehen zur Verfügung, um die eleganten Mietautos (neben einigen Neunsitzern sind auch ein paar tolle SUVs im Einsatz) durch die Gegend zu leiten. „Wir machen keine allzu langen Turnusse, ansonsten sind wir irgend einmal müde, und dann wird es gefährlich“, erzählt der Freiwillige aus dem Gsieser Tal, der zu Hause auch noch einen Hof zu bewirtschaften hat.

Beim Stand eines Sportausrüsters im Zugangsbereich des Stadions arbeiten Rebecca Passler und Sophie Messner. Letztere war einst ein vielversprechendes Talent des heimischen Biathlons, ist heute aber noch leidenschaftlich mit dem Sport verbunden, auch wenn sie die Skier an den sprichwörtlichen Nagel gehängt hat und dafür aktives Mitglied der Musikkapelle ist. „Rebi“ hingegen ist Jugend-Vizeweltmeisterin und hegt einen Traum: Olympia 2026. Da wäre sie just 25 und somit im besten Alter, um in die Fußstapfen einer Dorothea Wierer zu treten.
Gratulationen auch aus Österreich
Am Nachmittag dann erreicht die Stimmung ihren Siedepunkt, wenn Dominik Windisch als Schlussläufer der Azzurri auf dem Silberrang über die Ziellinie läuft. Die Umarmung mit Luki, Doro und Lisa ist herzlich, innig.

Wer sich besonders freut, das ist die muntere Delegation aus Obertilliach, die über den Kartitscher Sattel nach Antholz gekommen ist. „Natürlich hätten wir auch auf unsere Österreicher gehofft, aber wir freuen uns mit Italien gleich mit. Denn das Team um Andreas Zingerle hat ja gerade bei uns in Obertilliach den letzten Feinschliff für diese WM geholt“, sagen Bürgermeister Matthias Scherer und seine Osttiroler Begleiter.

Autor: lm

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