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Biathlon-Star Lukas Hofer verpasste das Podest nur knapp. © ANSA / MARTIN METELKO

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Biathlon-Star Lukas Hofer verpasste das Podest nur knapp. © ANSA / MARTIN METELKO

Bärenstarker Hofer freut und ärgert sich zugleich

Im ersten Wettkampf nach den Olympischen Spielen hat Lukas Hofer im finnischen Kontiolahti aufgezeigt. Allerdings blieb dem Montaler Biathleten die Krönung verwehrt.

Lukas Hofer ist 36 Jahre alt, und dennoch zählt er nach wie vor zu den besten Biathleten des Planeten. Das unterstrich der Montaler am Freitag im Einzelrennen von Kontiolahti eindrucksvoll. 20 Schüsse, 20 Treffer – es war bärenstark, was Hofer am Schießstand ablieferte. Dass es am Ende „nur“ Platz 4 wurde, lag daran, dass drei seiner Konkurrenten einen absoluten Traumtag erwischten.


Der Sieg ging an den Gesamtweltcupführenden Eric Perrot, der nicht nur auf den Skiern extrem schnell war, sondern auch auf dem Schießstand. Am Ende kam der Franzose mit einer halben Minute Vorsprung auf Sturla Holm Laegreid (Norwegen, +29 Sekunden) und 47 Sekunden vor Vetle Sjaastad Christiansen (Norwegen) ins Ziel. Hofer wies 1.18 Minuten Rückstand auf.

Eric Perrot war nicht zu schlagen. © ANSA / Kimmo Penttinen

Eric Perrot war nicht zu schlagen. © ANSA / Kimmo Penttinen


Dabei sah es lange Zeit nach dem zweiten Saison-Podestplatz des Pusterer Biathleten aus. Hofer reihte sich sofort an der Spitze ein und räumte alle 20 Scheiben bärenstark ab. Als er ins Ziel kam, übernahm der Routinier somit die Führung. Allerdings waren da noch Perrot, Laegreid und Christiansen unterwegs, die genauso wie Hofer fehlerlos blieben und sich die ersten drei Positionen schließlich aufteilten.
„Mehr konnte ich heute nicht machen.“ Lukas Hofer

„Auf der einen Seite ärgert man sich, auf der anderen Seite bin ich aber auch glücklich“, sagte Hofer im ZDF-Interview. „Mehr konnte ich heute nicht machen: Ich habe alles getroffen, auch auf den Skiern war es gut. Die anderen waren einfach noch besser. Ich weiß jetzt aber, dass ich nach wie vor mit den Besten mithalten kann. In den letzten drei Wochen will ich noch einmal alles geben und versuche, in die Top 10 des Gesamtweltcups zu kommen.“

Braunhofer und Pircher liegen zurück

Weiter hinten klassierten sich die beiden weiteren Südtiroler. Der Ridnauner Patrick Braunhofer wurde mit drei Schießfehlern 56., der Terlaner Christoph Pircher zielte sechs Mal daneben und klassierte sich auf Rang 85. Italiens Superstar Tommaso Giacomel musste seine Saison wegen Herzproblemen bereits beenden.

Weiter geht’s für die Biathleten in Kontiolahti am Samstag mit der Staffel (15.40 Uhr). Zwei Stunden davor tragen die Damen ihre Verfolgung aus.


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