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Tommaso Giacomel verbuchte sein bestes Karriereergebnis. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Strom-Fiasko in Ruhpolding! Giacomels Glanzmoment im „Dunkeln“

Zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding kam es am Mittwoch zum Super-GAU. Während des Rennens gab es mehrfache, gravierende Stromausfälle. Unbeeindruckt davon zeigten die norwegischen Top-Favoriten und Italiens Senkrechtstarter eine tolle Leistung.

Das Einzelrennen der Männer im bayrischen Wintersportort war in vollem Gange, als plötzlich die Elektronik streikte. Zum Zeitpunkt des Stromausfalls befand sich der Trentiner Tommaso Giacomel gerade zum vierten Mal am Schießstand. Er hatte bis dato nur ein Mal daneben geschossen, das Podium war in Reichweite.


Die Scheibenbeleuchtung am Schießstand, die gesamte Stadiontechnik inklusive Anzeigetafel, das TV-Signal und die Live-Daten-Übertragung auf der offiziellen Verbandsseite funktionierten nicht mehr. Somit standen nicht nur die 10.000 Fans in Ruhpolding, sondern zugleich Millionen TV-Zuschauer vor schwarzen Bildschirmen. Der Defekt konnte nach rund zehnminütiger Wartezeit zwar schrittweise behoben werden, trat aber in der Folge immer wieder auf – was die Fernsehkommentatoren zum Improvisieren zwang und die Zuschauer zugleich auf die Folter spannte.

Unbeeindruckt davon spulten die weltbesten Biathleten ihr Programm derweil weiter runter – auch, weil die Zeitnehmung regulär in Betrieb blieb. Der Verwirrung im Stadion zum Trotz blieb Giacomel bei seinem letzten Stehendanschlag nervenstark, setzte alle Patronen ins Ziel und beendete sein Rennen wenig später in 49:36,0 Minuten. Diese Zeit reichte am Ende zwar nicht fürs Podium, als Fünfter schaffte es der 22-Jährige aus dem Primiero-Tal (Trentino) aber zum fünften Mal in Folge in die Top-15. Zugleich egalisierte er sein bestes Karriereergebnis, das er erst am Wochenende in Pokljuka fixiert hatte.

Bø behält den Durchblick

Schneller als Giacomel waren nur Johannes Thingnes Bø, der sich trotz zweier Strafminuten den Tagessieg schnappte und seinen zweitplatzierten norwegischen Landsmann Landsmann Vetle Sjaastad Christiansen um knappe zehn Sekunden abschüttelte, sowie der überraschende Dritte Jakov Fak (Slowenien) und Sturla Holm Lægreid (Norwegen).

Johannes Thingnes Bø schoss zwar zwei Mal daneben, war aber in der Loipe enorm schnell. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Die weiteren fünf Azzurri platzierten sich jenseits der Punkteränge, so auch der Ridnauntaler Patrick Braunhofer. Er belegte nach vier Schießfehlern den 59. Rang. David Zingerle (Antholz) musste seine Weltcup-Teilnahme aufgrund eines grippalen Infekts absagen.

Das Programm in Ruhpolding wird am Donnerstag (ab 14.10 Uhr im SportNews-Ticker) mit dem Einzel der Frauen fortgesetzt. Dann hoffentlich wieder mit Bildern und Tönen für Wettkampfbesucher und Fernsehzuschauern.

Das Ergebnis:



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