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Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel (v.l.n.r.) eroberten in Antholz die Silbermedaille. © APA/afp / FRANCK FIFE

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Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel (v.l.n.r.) eroberten in Antholz die Silbermedaille. © APA/afp / FRANCK FIFE

Traumstart in Antholz! Wierer und Co. erobern Medaille

Besser hätten die olympischen Heimspiele in Antholz nicht beginnen können: Dorothea Wierer, Lukas Hofer, Lisa Vittozzi und Tommaso Giacomel haben in der Mixed-Staffel eine Medaille erobert.

Bei perfekten Bedingungen und vor 19.000 Zuschauern in der ausverkauften Südtirol Arena erwischten Tommaso Giacomel, Lukas Hofer, Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi einen Traumstart bei den Olympischen Spielen im eigenen Wohnzimmer. In Antholz musste sich das azurblaue Quartett nur den amtierenden Weltmeistern aus Frankreich geschlagen geben und eroberten die Silbermedaille (+25,8 Sekunden/0 Strafrunden + 5 Nachlader). Lange Zeit befanden sich die Azzurri sogar in Schlagdistanz zu Gold, Lou Jeanmonnot und Julia Simon rissen jedoch eine letzten Endes zu große Lücke zwischen Frankreich und den Verfolgern auf.


Die Bronzemedaille ging an die deutsche Auswahl rund um Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß (+1.05,3 Minuten/1+3). Letztere handelte sich beim finalen Stehendanschlag sogar eine Strafrunde ein, war jedoch im Glück: Die Norwegerin Maren Kirkeeide hatte gleichzeitig einen Totalausfall und musste zwei Strafrunden absolvieren (4./+1.37,2/2+6). Österreich kämpfte sich auf einen achtbaren siebten Rang (+2.21,0/0+6).

Druck? Blitzsauber am Abzug, flink in der Loipe

Die Darbietung von Wierer und Co. schürte die Hoffnung auf weitere Medaillen der Azzurri in den kommenden Tagen an. So gab es unter den Startläufern in der Loipe an Giacomel kein Vorbei, auch Hofer (4./+13,5) und Wierer (3./+23,8) mischten in ihren jeweiligen Läufen ganz vorne mit, was die Laufleistung anging.

Dorothea Wierer macht sich am Schießstand bereit. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Dorothea Wierer macht sich am Schießstand bereit. © ANSA / PIERRE TEYSSOT


Selbst mit dem ernormen Druck der Heimspiele auf den Schultern verfehlten am Schießstand nur fünf Patronen ihr Ziel, die Nachlader saßen jedoch allesamt. Am Abzug zählten Vittozzi (2./+2,7) und Wierer (3./+2,9) freilich zu den schnellsten Schützinnen in ihren Durchgängen.

Achte Olympia-Medaille für Biathleten

Für die Azzurri ist dies in ihrer Geschichte übrigens die achte Medaille im Biathlon bei Olympischen Spielen. Bislang bejubelten sie einmal Silber und sechsmal Bronze. Beeindruckend: Wierer war bei vier dieser Medaillen am Start, Hofer nun bei derer drei. Olympisches Gold gab es derweil noch nicht – die Chance dazu bietet sich aber in den kommenden zwei Wochen in Antholz gleich mehrmals.

Lisa Vittozzi wird von ihren Teamkollegen im Zielraum empfangen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Lisa Vittozzi wird von ihren Teamkollegen im Zielraum empfangen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT


Am Dienstag zählt Tommaso Giacomel im Einzel über 20 Kilometer zu den Topfavoriten (ab 13.30 Uhr), aber auch Hofer darf sich nach seinem dritten Platz in Nove Mesto berechtigte Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis machen. Die Damen sind erst am Mittwoch wieder gefordert, dann geht es für Wierer, Vittozzi und Co. im Einzel über 15 Kilometer um Gold (ab 14.15 Uhr).

Pos.NationStrafrunden+NachladerZeit
1.Frankreich0+71:04.15,5 Stunden
2.Italien0+525,8 Sekunden
3.Deutschland1+3+1.05,3 Minuten
4.Norwegen2+6+1.37,2 Minuten
5.Schweden2+7+1.40,8 Minuten
6.Finnland0+7+1.56,5 Minuten
7.Österreich0+6+2.21,0 Minuten
8.Ukraine0+8+2.36,6 Minuten
9.Polen1+13+2.56,9 Minuten
10.Schweiz1+7+2.58,5 Minuten

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